Silivia Correale ist nicht erste Postulatorin eines Selig- oder Heiligsprechungsprozesses

Ordenfrau leitete das Verfahren für brasilianischen Ordensmann

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ROM, 21. September 2007 (ZENIT.org).- Als Kardinal Renato Martino am vergangenen Sonntag die Postulatorin des Seligsprechungsprozesses für Kardinal François-Xavier Nguyên Van Thuân vorstellte, handelte es sich tatsächlich um eine vatikanische Premiere.



In zahlreichen Medien ist allerdings behauptet worden, dass Silvia Monica Correale die erste Frau wäre, die ein solches Amt ausübt, was nicht zutreffend ist. Für das Verfahren von Franziskanerpater Frei Antonio von der heiligen Anna Galvão (1739-1822), den Papst Benedikt XVI. während seines Brasilienaufenthalts im Mai 2007 heilig gesprochen hat (vgl. „Nur von den Heiligen, nur von Gott her kommt die wirkliche Revolution“), war beispielsweise die Ordensfrau Celia Cadorim zuständig gewesen.

Correale selbst bearbeitet gegenwärtig noch andere Seligsprechungsprozesse, darunter das Verfahren für den argentinischen Kardinal Eduardo Pironio, den früheren Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Laien.

Ein Mitarbeiter des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden teilte ZENIT mit, dass es sich beim Seligsprechungsprozess für den vor fünf Jahren verstorbenen vietnamesischen Kardinal Van Thuân insofern um eine Neuheit handle, als dass der Heilige Stuhl dieses Verfahren erstmals direkt durch eines der vatikanischen Dikasterien einer Frau anvertraut habe.

Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone SDB hatte im Juli bei einer Pressekonferenz angekündigt, dass mehr Posten im Vatikan an Frauen vergeben würden.