Sind wir bereit, wie Jesus das Kreuz zu tragen?

Messe von Papst Franziskus in der Domus Sanctae Marthae

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 258 klicks

Papst Franziskus setzte sich in der heutigen Messe in der „Domus Sanctae Marthae“ mit dem Thema der Christenverfolgung auseinander. Ausgehend vom Tagesevangelium erklärte er, wer Jesus folge, seine Familie, sein Haus, seine Felder verlasse, erhalte 100fach das Zurückgelassene zurück, allerdings immer als Verfolgter. „Das ist der Gewinn eines Christen, und das ist der Weg desjenigen, der Jesus folgen will, weil es der Weg ist, den Er beschritt: Er wurde verfolgt! Es ist der Weg der Erniedrigung.“ Die Verfolgung sei eine der Seligpreisungen. „Das Kreuz befindet sich immer auf der christlichen Straße,“ so der Papst.

Die Verfolgung der Christen sei jedoch nicht auf die ersten Jahrhunderte des Christentums beschränkt. „Denken wir an die vielen Christen, vor 60 Jahren, in den Lagern, in den Gefängnissen der Nazis, der Kommunisten: so viele! Weil sie Christen waren! Auch heute noch … ‚Aber heute sind wir kultivierter, es gibt diese Dinge nicht mehr.‘ Und ob es sie gibt! Ich sage euch, dass es heute mehr Märtyrer gibt als in den Anfängen der Kirche.“

Viele Brüder und Schwestern legten Zeugnis von Jesus ab und würden deswegen verfolgt. „Sie werden verurteilt, weil sie eine Bibel besitzen. Sie können nicht das Kreuzzeichen tragen. Und das ist der Weg Jesu. Aber es ist ein freudenreicher Weg, weil der Herr uns nie mehr auferlegt, als wir tragen können. Das christliche Leben bedeutet nicht kommerziellen Vorteil, nicht Karriere machen: es besteht einfach in der Nachfolge Jesu!“
Heute noch geschehe es, so Papst Franziskus, dass die Gläubigen nicht zur Messe gehen könnten, weil es verboten sei; dass ein Priester heimlich zu ihnen komme, sie sich um den Tisch setzten als äßen sie, um heimlich die Messe feiern zu können. Ob auch wir bereit seien, das Kreuz wie Jesus zu tragen und wie die verfolgten Brüder und Schwestern Verfolgungen zu ertragen, fragte Papst Franziskus. Eine Frage, die uns gut tue, so schloss der Papst.