Soforthilfe für Flüchtlinge in Damaskus: die schlimmsten Leiden lindern helfen

Maronitischer Erzbischof bittet um Hilfe

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ROM, 27. Juli 2012 (ZENIT.org/KIN). – Auf Bitten des Maronitischen Erzbischofs von Damaskus, Samir Nassar, gewährt das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ eine Soforthilfe für Flüchtlinge und Priester in Damaskus in Höhe von mehr als 20.000 Euro. Das Geld ist für die Erstversorgung und Unterbringung von 107 Flüchtlingsfamilien in einer Pfarrei bestimmt. Zudem wird eine Existenzhilfe für zwölf Priester in Form von Mess-Stipendien gewährt.

Nach den Kämpfen der vergangenen Tage hatten Projektpartner von „Kirche in Not“ von beängstigenden Zuständen in der syrischen Hauptstadt berichtet. Es gebe weder ausreichend Nahrungsmittel, Brot, Obst und Gemüse sowie Milch für die Kinder, noch ausreichend Strom oder Gas zum Kochen. Damaskus zu verlassen, ist vielen wegen der anhaltenden Kämpfe auf den Straßen und Wegen zur Grenze oder aus Geldmangel nicht möglich. Zudem drohen Entführungen und Überfälle; inzwischen wurden zahlreiche Grenzstationen geschlossen.

Erzbischof Nassar hat die beklemmende Lage vieler christlicher Flüchtlinge in Damaskus vor wenigen Tagen in einem dramatischen Appell beschrieben. In seinem Aufruf betont Erzbischof Nassar unter anderem: „Familien laufen um ihr Leben. Sie verlassen in großer Zahl die gefährdeten Stadtviertel und bilden eine endlose Schlange auf dem Weg in den Libanon. Die Straßen nach Jordanien, in den Irak und in den Norden Richtung Homs-Aleppo sind geschlossen oder aufgrund von Kämpfen nicht passierbar. Die Flucht in den Libanon ist von Panik gezeichnet. Ich hoffe, dass sie Zuflucht finden.“