Soforthilfe für Syrien nach dringendem Aufruf des Bischofs von Aleppo

"Kirche in Not" hat seit Beginn des Konflikts die Region mit insgesamt 2,7 Millionen Euro unterstützt

Wien, (KIN Ös) | 266 klicks

Verwundete, kranke und notleidende Menschen in Aleppo, einer der am stärksten vom Syrienkonflikt betroffenen Städte, erhalten Soforthilfe vom internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. Die Nachrichten werden immer schlechter, der harte Winter ist für die Menschen verheerend. Mit der Soforthilfe der Woche (190.000 Euro) können Verwundete ärztlich versorgt und kriegsbeschädigte Häuser wieder instand gesetzt werden; die Notleidenden erhalten Geld für Heizung, Lebensmittel und Miete. Damit hat „Kirche in Not“ seit Beginn des Syrienkonflikts vor fast drei Jahren die Region mit insgesamt 2,7 Millionen Euro unterstützt. Das ist eine der größten Hilfen, die das Hilfswerk seit seiner Gründung 1947 geleistet hat.

Das jüngste Hilfspaket wurde nach einem verzweifelten Appell von Bischof Antoine Audo von Aleppo gebündelt. Der Bischof berichtete von der „Bombardierung vieler christlicher Häuser“ und von der dringenden Notwendigkeit, den „zahlreichen Verwundeten“ in der nordsyrischen Stadt zu helfen. Für die Versorgung von 500 Familien, die zum Heizen und Kochen dringend Gas und Elektrizität benötigen sowie ärztliche Versorgung, Lebensmittel, Kleidung und Geld für Miete, erhalten die in Aleppo arbeitenden Jesus-und-Maria-Schwestern 90.000 Euro. Weitere 50.000 Euro werden für die Instandsetzung von beschädigten Häusern, Läden und anderen Einrichtungen von Christen verwendet, die entschlossen sind, in ihrer Heimat zu bleiben. Vor allem repariert werden sollen von Bomben zerstörte Fenster und Türen. Auf Bitten des Bischofs werden weitere 50.000 Euro für die ärztliche Behandlung von Verwundeten an das St. Louis-Krankenhaus gegeben.

In einem Schreiben an „Kirche in Not“ erläutert Schwester Annie Demerjian von den Jesus-und-Maria-Schwestern die Dringlichkeit der Hilfe für notleidende Familien in Aleppo und Al-Hasaka, einer weiteren nordsyrischen Stadt. In einer Zeit, in der sich die Nachrichten über geschlossene Schulen und den Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund der Bombardierung von Industrieanlagen und anderer Unternehmen häufen, schreibt Schwester Annie: „Es ist absolut notwendig, den christlichen Familien zu helfen, die völlig demoralisiert sind. Mit eurer Hilfe können wir ihren Schmerz lindern“.

„Kirche in Not“ hat die Jesus-und-Maria-Schwestern bereits 2013 unterstützt. Seitdem ist der Bedarf drastisch gestiegen, die Anzahl der Menschen, um die sich die Schwestern kümmern, hat sich mehr als verdoppelt. In ihrem Bittgesuch schreibt Schwester Annie: „Leider hat sich das Leben sehr verteuert, weil es an Material und ganz besonders an Energie mangelt. Es ist in diesem harten Winter sehr schwierig, Gas und Dieseltreibstoff zu bekommen“.

In Anlehnung an Bischof Audos Worte erklärt die Schwester, es sei wesentlich, den Christen zu helfen im Land zu bleiben, denn „trotz der dramatischen Situation gibt es Leute, die ihre Häuser nicht verlassen wollen“. Sie fügt hinzu: „Damit sie sich nicht zur Auswanderung gezwungen sehen, versuchen wir, ihnen beim Überleben zu helfen, bis diese Krise – hoffentlich – mal ein Ende hat“.

Um die Dringlichkeit des jüngsten Hilfspakets für Syrien zu verdeutlichen, hat der Nationaldirektor von „Kirche in Not“ in Österreich, Herbert Rechberger, auf die stockenden Friedensgespräche der Genf-II-Konferenz verwiesen: „Wir müssen weiter beten und Hilfe leisten. Dank der Solidarität der Freunde und Wohltäter von Kirche in Not können wir jetzt den Verwundeten eine lebenswichtige Hilfe leisten und versuchen, die Hoffnung in Aleppo wieder etwas aufleben zu lassen“. Und Schwester Annie betont in ihrem jüngsten Schreiben: „Viele Leute aus Aleppo und Al-Hasaka, besonders Frauen, Kinder und ältere Menschen, wenden sich an uns, die wir Christi Arbeiterinnen sind. Ohne Eure Unterstützung werden wir ihr Leid in der jetzigen Misere in Syrien nicht lindern können“.

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