Solidaritätsaktion Renovabis unterstützte im Vorjahr 993 Projekte in 27 Ländern

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KÖLN/FREISING, 9. April 2008 (ZENIT.org).- Die im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz eingerichtete „Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa“ namens Renovabis stellte im vergangenen Jahr beinahe fast 30,6 Millionen Euro für insgesamt 993 Projekte in 27 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas zur Verfügung.



Wie Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth gestern, Dienstag, bei einer Pressekonferenz in Köln berichtete, wurden verschiedenste Projekte unterstützt, angefangen von kirchlich-pastoralen Initiativen über sozial-karitativen bis hin zu Bildungs- und Medienprojekten. Das Gesamtaufkommen des Osteuropa-Hilfswerks sei im Vergleich zum Vorjahr um 200.000 Euro leicht auf 35,2 Millionen Euro gestiegen.

Demuth machte deutlich, dass es Renovabis stets um eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ und somit um Hilfe zur Übernahme von Eigenverantwortung gehe. In diesem Zusammenhang spiele die Investition in die Bildung sowie Aus- und Weiterbildung junger Menschen in den Partnerländern eine entscheidende Rolle. Im Jahr 2007 vergab Renovabis allein 126 Studienstipendien an junge Frauen und Männer. „Wir sind überzeugt davon, dass dies nachhaltig wirkt“, betonte der Redemptoristenpater.

Demuth verwies auch auf den Trend bei der Renovabis-Projektvergabe: Schon seit Jahren gingen die Bewilligungen der Anträge mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Osteuropa einher. Die Förderschwerpunkte würden sich „weiter nach Osten“ verschieben. Das zeige sich etwa in der relativ großen Anzahl von Projekten in der Ukraine, in Rumänien, Russland und Weißrussland. In diesen Ländern gibt es zum Teil gewaltige soziale Notlagen. Auch steht die katholische Kirche dort vor besonders großen Problemen. In diesem Zusammenhang erinnerte Kardinal Joachim Meisner daran, wie wichtig die großen kirchlichen Hilfswerke seien. Renovabis ist in seinen Augen ein „konkreter Ausdruck des Liebeshandelns Gottes durch uns Menschen bei der Erneuerung der Erde“.

[Die Ausführungen von Kardinal Meisner finden Sie in der heutigen Ausgabe unter „Dokumente“]