Solidaritätserklärung der deutschen Kirche mit den Opfern des Hurrikans "Katrina"

"Im Gebet tragen wir die Not aller Opfer und auch der Helfer vor Gott und erbitten die Hilfe, die sie dringend brauchen"

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BONN, 5. September 2005 (ZENIT.org).- In einem Schreiben an Bischof William S. Skylstad, den Vorsitzenden der US-amerikanischen Bischofskonferenz, sicherte Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, am Freitag allen Betroffenen des Hurrikans "Katrina" die besondere Verbundenheit und das Gebet aller deutschen Katholiken zu.



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Sehr verehrter Herr Bischof Skylstad,
lieber Mitbruder!

Mit Schrecken hören wir die Nachrichten von den gewaltigen Folgen, die der Hurrikan Katrina im Süden der Vereinigten Staaten angerichtet hat. Ungezählte Menschen verloren ihr Leben, Millionen ihre gesamte Habe. Die Diözesen in Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida sind von der Naturkatastrophe besonders betroffen. Noch ist das ganze Ausmaß der Zerstörung und des menschlichen Leids gar nicht abzusehen.

Bereits unmittelbar nach der Katastrophe haben Sie trotz der chaotischen Umstände erste Hilfsmaßnahmen über "Catholic Charities USA" eingeleitet. Daneben gibt es viele Beispiele für den großherzigen persönlichen Einsatz vieler Katholiken in den USA zugunsten der Notopfer. Dies belegt einmal mehr die hohe Vitalität der amerikanischen Ortskirche. Mögen all diese Bemühungen den betroffenen Menschen bald wieder eine Perspektive auf eine gedeihliche Zukunft geben.

In diesen schweren Tagen versichere ich Ihnen die besondere Verbundenheit der Katholiken in Deutschland. Im Gebet tragen wir die Not aller Opfer und auch der Helfer vor Gott und erbitten die Hilfe, die sie dringend brauchen.

In brüderlicher Verbundenheit,
Karl Kardinal Lehmann

[Von der deutschen Bischofskonferenz veröffentlichtes deutsches Original]