Solidaritätskundgebung für Papst Benedikt XVI. am kommenden Sonntag

Einladung von Kardinal Ruini an alle Bürger der Stadt Rom

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ROM, 16. Januar 2008 (ZENIT.org).- Der Vikar des Papstes für die Diözese Rom, Kardinal Camillo Ruini, hat alle Römer dazu aufgefordert, am nächsten Sonntag zum traditionellen Angelus-Gebet auf den Petersplatz zu kommen, um ihre Solidarität gegenüber ihrem Bischof zu bekunden. Nach den Protesten, die zur Absage des Papstbesuches an der Universität „La Sapienza“ geführt haben, brachte Ruini gegenüber dem Heiligen Vater außerdem die „natürliche und völlige Verbundenheit der Diözese zu ihrem Bischof“ zum Ausdruck.



Die Teilnahme am Angelus-Gebet ist nach seinen Worten ein Liebeserweis. Sie soll eine Manifestation der Freude werden, dass Benedikt XVI. „unser Bischof und unser Papst ist“.

In Zeitungsartikeln wurden die Demonstrationen von Professoren und Studenten als „Akt der Intoleranz“ bewertet. Genauso sah es auch der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano.

In einem Brief an das Oberhaupt des Vatikanstaates, der am Dienstagabend veröffentlicht wurde, bringt der Präsident sein lebhaftes Bedauern über den Vorfall zum Ausdruck. Napolitano spricht dabei von der „unzulässigen Manifestation von Intoleranz“ gegenüber dem Papst sowie von „beleidigenden Ankündigungen“ im Vorfeld des nun abgesagten Besuchs. Dadurch sei es zu einem Klima gekommen, das mit einer freien und unaufgeregten Diskussion unvereinbar ist. Präsident Napolitano brachte auch den innigen Wunsch zum Ausdruck, den Dialog zwischen der italienischen Republik und dem Heiligen Stuhl fortzusetzen.

Studenten, die der Gemeinschaft „Communione e liberazione“ („Gemeinschaft und Befreiung“) angehören, empfingen den Heiligen Vater heute, Mittwoch, bei der Generalaudienz in der Audienzhalle Pauls VI. mit dem Ruf „Freiheit, Freiheit, Freiheit“. Damit wollten sie ihre bereits gestern in einem Kommuniqué zum Ausdruck gebrachte Unterstützung für den Papst zum Ausdruck bringen.