„Sonntag des Lebens“ in den USA wird am 7. Oktober als „Dienst an der Wahrheit“ begangen

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WASHINGTON D.C., 28. September 2007 (ZENIT.org).- Der Sonntag zur Förderung der Achtung vor dem menschlichen Leben, der am 7. Oktober als „Respect Life Sunday“ in allen Diözesen der USA begangen wird, soll nach Worten von Kardinal Justin Rigali vor allem Gelegenheit bieten, um die Wahrheit über die Würde des Menschen tiefer zu erfassen und zu verbreiten.



In den USA gehört der „Respect Life Sunday“ jeweils am ersten Sonntag im Monat Oktober zur Tradition. An diesem Tag wird im ganzen Land besonders intensiv um die Ausbreitung einer Kultur des Lebens gebetet.

Wenn man die Problemstellungen, die mit der menschlichen Würde verbunden sind, nicht ernsthaft angehe, werde man „kaum den Tag erleben, an dem alles menschliche Leben respektiert und verteidigt wird“, betonte Kardinal Rigali, Vorsitzender der bischöflichen Lebensschutzkommission.

Mit Blick auf das diesjährige Motto „Das Kind in meinem Schoß hüpfte vor Freude“ machte der Erzbischof von Philadelphia auf die allgemeine Verwirrung aufmerksam, die hinsichtlich der Annerkennung der Personenwürde des Menschen vom Augenblick seiner Empfängnis an besteht. In diesem Zusammenhang bedauerte er die „jüngsten allgemeinen Widersprüche in der amerikanischen Gesellschaft, was das Leben angeht“. Sie hätten sich durch die unterschiedliche Rechtspraxis über die Materie der Tötung eines Kindes im Mutterleib in den einzelnen Bundesländern ergeben.

Auch wenn US-Präsident George Bush bei einer Gesetzesvorlage zur Finanzierung der Stammzellenforschung von seinem Vetorecht Gebrauch gemacht, bemühen sich nach Worten von Kardinal Rigali die Verfechter der embryonalen Stammzelleforschung weiterhin, „die Bedenken über die Zerstörung menschlicher Embryonen zu zerstreuen“.

Der 72 Jahre alte Kardinal nahm auch jene Position kritisch in den Blick, die bei Sterbenden zwischen menschlichem und vegetativem Leben unterscheiden will, um die künstliche Ernährung des Kranken einstellen zu können, was einer unterlassenen Hilfeleistung mit Todesfolge gleichkäme.

Ein explizites Plädoyer für das Leben entspricht, wie der Kardinal hervorhob, jenem Dienst an der Wahrheit, wie ihn Papst Benedikt XVI. am 8. September in Mariazell gefordert hat, als er sagte: „Wenn es Wahrheit für den Menschen nicht gibt, dann kann er auch nicht letztlich Gut und Böse unterscheiden. Und dann werden die großen und großartigen Erkenntnisse der Wissenschaft zweischneidig: Sie können bedeutende Möglichkeiten zum Guten, zum Heil des Menschen sein, aber auch – und wir sehen es – zu furchtbaren Bedrohungen, zur Zerstörung des Menschen und der Welt werden. Wir brauchen Wahrheit.“