Soziologe beweist nachhaltige Wirkung der Weltjugendtage

| 932 klicks

SYDNEY, 30. November 2007 (ZENIT.org).- Die mancherorts bezweifelte Nachhaltigkeit der Weltjugendtage im praktischen Leben der Teilnehmer ist durch nun bestätigt worden. Die zwölfmonatige Untersuchung „Jugendliche und Neuevangelisierung im 21. Jahrhundert“ stammt von Professor Richard Rymarz, Wissenschaftler und Dozent an der Katholischen Universität Australien.



Durch eine intensive Befragung von Jugendlichen konnte der Wissenschaftler nach einem zusammenfassenden abschließenden Kommentar, der in der Zeitschrift Australasian Catholic Record erschienen ist, grundlegende Veränderungen feststellen, die das Innenleben der jungen Menschen betreffen.

Wie es in der jüngsten Ausgabe der australischen Online-Ausgabe von CathNews heißt, habe Professor Rymarz 18 australische Jugendliche, die am Weltjungendtag in Köln im Jahre 2005 teilgenommen hatten, persönlich dorthin begleitet und in der Folge befragt. Während der einjährigen Untersuchung wollte er vor allem eines wissen: „Welche Auswirkung hat diese Erfahrung des Weltjugendtages auf das Leben der Pilger, wenn dafür seitens der diözesanen und pastoralen Einrichtungen so viel eingesetzt wurde.“

Was sich Papst Benedikt XVI., Kardinal Pell und die Veranstalter des internationalen Weltjungendtages 2008 wünschen, findet also bereits statt: Die großen Glaubensfeste sind für die jugendlichen Teilnehmer ein grundlegendes Ereignis auf dem eigenen geistlichen Weg bei der Bekehrung oder bei der Festigung des eigenen Glaubens.

„Der Weltjugendtag hat in ihnen den Wunsch nach ernsthaftem und tiefgehendem Engagement auf dem Weg des Glaubens geweckt, während sie in der Vergangenheit den Glauben als etwas Äußeres und Oberflächliches empfanden; als ein Erbe, das sie von der Familie erhalten hatten, ohne dass er für sie eine persönliche Bedeutung hatte“, so Professor Rymarz. Genau das sei die konkrete Umsetzung des von Papst Johannes Paul II. auf den Weg gebrachten Konzepts der Neuevangelisierung.

Die Untersuchung endet mit einem Fragezeichen: Wird diese Veränderung auch in Zukunft anhalten? Darüber wird man mit den jugendlichen Pilgern sprechen können, die am Weltjugendtag 2008 in Sydney teilnehmen.