Spanien begeht „Jahr des Gebetes für das Leben"

Bischöfe empfehlen den Rosenkranz und die eucharistische Anbetung

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MADRID, 10. Februar 2009 (ZENIT.org).- Die Katholiken in Spanien begehen seit dem 2. Februar ein „Jahr des Gebetes für das Leben" („Año de Oración por la Vida"). Das Motto der Initiative, die von der Spanischen Bischofskonferenz ausgeht, ist dem Ave Maria entnommen und lautet: „Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes".

Bischof Juan Antonio Reig Pla, Vorsitzender der bischöflichen Kommission für Familie und Lebensschutz, wies nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Fides mit Blick auf die neuen Gesetzesvorhaben, die nach seinen Worten „zu Abtreibung und Euthanasie ermutigen wollen", auf die Dringlichkeit des Gebetsjahres hin.

Die spanischen Hirten haben alle Gläubigen und insbesondere die Familien und Kranken dazu aufgerufen, zu beten und „geistige Opfer zu bringen", damit das menschliche Leben geachtet werde. Zur Unterstützung des persönlichen und gemeinschaftlichen Gebetes erhielten die in der Familienpastoral Tätigen extra angefertigte Arbeitsmaterialien. Die Bischöfe empfehlen darin besonders das Rosenkranzgebet, mehrere Gebete für die stille Anbetung Jesu im Altarsakrament sowie Gebete für die Eucharistiefeier und das Stundengebet.

Das Gebetsjahr für das Leben orientiert sich, wie Bischof Reig in einem Brief erklärt, an der Enzyklika  Evangelium vitae, in der Papst Johannes Paul II. bekräftigt: „Es bedarf dringend eines großangelegten Gebetes für das Leben, das die ganze Welt durchdringen soll. Mit außerordentlichen Initiativen und im gewohnten Gebet möge von jeder christlichen Gemeinde, von jeder Gruppe oder Vereinigung, von jeder Familie und vom Herzen jedes Gläubigen ein leidenschaftliches, inständiges Bittgebet zu Gott, dem Schöpfer und Freund des Lebens, emporsteigen" (100).