SPD-Chef kündigt Abschaffung des Ehegatten-Splittings an

Keine Förderung von Alleinverdiener-Familien

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 1112 klicks

Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ hat der Parteichef der SPD, Sigmar Gabriel, für den Fall eines Wahlsiegs einen „radikalen“ Umbau der Familienförderung angekündigt, der eine Abschaffung des Ehegattensplittings für neu verheiratete Paare vorsieht. Gleichzeitig sollen das Kindergeld und der Kinderzuschlag zusammengelegt und der Kinderfreibetrag abgesenkt werden.

Gabriel begründet seine Absicht damit, keine Alleinverdienerehen unterstützen zu wollen. Wohlhabende Familien bekämen über den Kinderfreibetrag am Ende mehr Geld für ihre Kinder als ärmere, die auf das Kindergeld angewiesen seien.

Eine Familie mit Durchschnittseinkommen erhalte derzeit 184 Euro Kindergeld für das erste Kind. „Wir wollen dies für Familien, die bis zu 3000 Euro pro Monat verdienen, auf maximal 324 Euro erhöhen.“ Das koste Geld; deshalb solle der Kinderfreibetrag abgesenkt werden.