„Spe salvi“ tut gut und zeugt vom Glauben an die Liebe

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ROM, 22. Dezember 2007 (ZENIT.org).- In der neuen Rubrik „Forum“, die von nun an immer wieder jeweils samstags auftauchen wird, veröffentlichen wir persönliche Zeugnisse, Erfahrungen und Kommentare von ZENIT-Lesern, die aktuellen Bezug haben und für andere ZENIT-Leser von Nutzen sein können.



Den Anfang macht P. Hans Schalk CssR aus München. Er erklärt, was ihn an der zweiten Enzyklika Benedikts XVI. über die christliche Hoffnung fasziniert.

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Der Titel der Enzyklika von Papst Benedikt XVI. „Spe salvi“ ließ mich aufhorchen: ein Schreiben über die Hoffnung! Die im christlichen Glauben begründete Hoffnung befreit, erlöst zum kreativen und verantwortlichen Tun: zu einem Tun in Freude. Der Papst verkündet diese Botschaft sehr konkret, am Beispiel einer Zeugin: der Sklavin Bakhita. „Erlösung ist uns in der Weise gegeben, dass uns Hoffnung geschenkt wurde“ (Nr. 1): Darin sehe ich die Kernbotschaft der Enzyklika. Solche Botschaft tut gut, lässt Jammern und Gleichgültigkeit hinter sich.

Dankbar bin ich über die Ausführungen über das „Gericht“ als Garantie für eine allumfassende Gerechtigkeit. Besonders bewegt hat mich, dass der Papst im Blick auf das Gericht positiv die theologische Meinung aufgreift, „das verbrennende und zugleich rettende Feuer“ sei Christus, „der Richter und Retter“; ferner das Bekenntnis zu einer universalen Sicht des Menschseins: „Unsere Existenzen greifen ineinander, sind durch vielfältige Interaktionen miteinander verbunden. Keiner lebt allein. Keiner sündigt allein. Keiner wird allein gerettet“ (Nr. 48).

Und immer wieder klingt die Melodie durch, die uns aus seiner ersten Enzyklika bekannt ist und die mir wie die Grundmelodie seines Pontifikates erscheint, der Glaube an die Liebe: „Erlöst wird der Mensch durch die Liebe“ (Nr.26). „Der Schmerz der Liebe wird unsere Rettung und unsere Freude“ (Nr.47).

P. Hans Schalk CSsR