Spitzengespräch von CDU und Deutscher Bischofskonferenz

Ehe und Familie, Papst Franziskus, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Lebensschutz

Bonn, (ZENIT.orgDBK PM) | 630 klicks

Das Präsidium der CDU Deutschlands hat sich heute unter der Leitung der Vorsitzenden, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, mit Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung ihres Vorsitzenden, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, zu einem rund zweistündigen Meinungsausaustausch getroffen. Das Gespräch im Konrad-Adenauer-Haus war von einer sehr guten und vertrauensvollen Atmosphäre geprägt. Im Mittelpunkt standen aktuelle familienpolitische Themen, Fragen des Lebensschutzes und der Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie die bevorstehende Amtseinführung des neuen Papstes Franziskus.

Die Gesprächsteilnehmer brachten dabei ihre Freude über das neue Oberhaupt der katholischen Kirche zum Ausdruck. Dass zum ersten Mal ein Südamerikaner zum Papst gewählt wurde, sei ein starkes Zeichen für eine lebendige Weltkirche. Insbesondere sein langjähriger Einsatz im Kampf gegen die Armut, seine große Bescheidenheit und tiefe Frömmigkeit wurden hervorgehoben.

Beide Seiten betonten zudem die besondere Bedeutung von Ehe und Familie als Keimzelle der Gesellschaft. Die Bischöfe unterstrichen, dass es zur Grundstruktur des verfassungsrechtlichen Eheverständnisses gehöre, dass die Ehe von einer Frau und einem Mann eingegangen werde. Ehe und Familie seien wesenhaft miteinander verknüpft. Die Vertreter von CDU-Präsidium und Deutscher Bischofskonferenz bekräftigen erneut das Festhalten am Ehegattensplitting. Auch wurde die Verständigung innerhalb der Union auf eine verbesserte Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung einhellig begrüßt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war der Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung. Die Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz und des CDU-Präsidiums waren sich einig, dass über den vorliegenden Entwurf hinaus eine Strafbarkeit jeder geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe notwendig sei. Übereinstimmend betonten sie die Notwendigkeit, unzweideutig für die Achtung der Menschenwürde einzutreten. Die katholischen Bischöfe dankten der Union ausdrücklich für ihren besonderen Einsatz für bedrängte und verfolgte Christen wie für die Religionsfreiheit insgesamt.

Für das Präsidium der CDU nahmen an dem Gespräch teil:

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Vorsitzende), Hermann Gröhe (Generalsekretär); Dr. Helmut Linssen (Bundesschatzmeister); die stellvertretenden Vorsitzenden Armin Laschet und Thomas Strobl; die Präsidiumsmitglieder Emine Demirbüken-Wegner, Michael Grosse‑Brömer, Dr. Reiner Haseloff, Volker Kauder, Annegret Kramp-Karrenbauer, Karl‑Josef Laumann, Philipp Mißfelder, Herbert Reul.

Für die Deutsche Bischofskonferenz nahmen an dem Gespräch teil:

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Vorsitzender); Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, Bischof Wolfgang Ipolt, Weihbischof Dr. Anton Losinger, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ und Prälat Dr. Karl Jüste