Spitzenjahr für Ökumenische Notfallseelsorge/Care Team Kanton Luzern 2013

Rasanter Anstieg der Einsatzstunden

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 220 klicks

Die Ökumenische Notfallseelsorge/Care Team Kanton Luzern verbucht für das Jahr 2013 Rekordzahlen, wie kath.ch berichtet. Die seit 2002 bestehende Organisation betreut bei Unfällen, Suiziden oder besonderen Todesfällen die Angehörigen der Opfer, aber auch Augenzeugen und unverletzte Beteiligte. Die Seelsorge steht allen Menschen kostenlos und unabhängig von Religions-, Konfessions- oder Glaubenszugehörigkeit zur Verfügung.

Im letzten Jahr war das Einsatzteam 789 Stunden im Einsatz. Die Hälfte der Einsatzstunden fiel auf die Betreuung der Menschen, die in den Amoklauf von Menznau am 27. Februar 2013 involviert waren. Die Teammitarbeiter leisteten sowohl Betreuung vor Ort als auch an den Wohnorten der Betroffenen sowie bei verschiedenen Abschiedsfeiern. In der Pressemitteilung vom 21. Januar 2014 heißt es dazu: „Die Komplexität der Betreuung zeigt sich am Umstand, dass bis heute Anfragen für Betreuungen eingehen. Wie und ob dies für eine Organisation möglich ist, die sich bewusst nur für den Notfall bereit hält und nicht Langzeitbetreuung zusichern kann, ist immer wieder die Frage. Aber außerordentliche Schicksale verlangen nach außerordentlichen Lösungen.“

Bereits im letzten Jahr konnten die Seelsorger einen Zuwachs von 326 Einsatzstunden im Jahr 2011 auf 392 im Jahr 2012 feststellen. Unerwartete Todesfälle und Suizide erfordern besondere Sensibilität und stellen hohe Anforderungen an die Helfer: „Alle Betroffenen sind vom unvermittelten Eintreten des Todes emotional gefordert. Das Leben scheint still zu stehen und die nähere Zukunft verschwimmt, ist kaum zu bewältigen.“