„Städte für das Leben – Gegen die Todesstrafe“ am 30. November

"No justice without life“: Todesstrafe in aller Welt

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ROM, 28. November 2009 (ZENIT.org).-"No justice without life“: Todesstrafe in aller Welt, lautete das Thema der Studientagung, der Studentenvereinigung ‚Omnes Gentes’ der Päpstlichen Universität Urbaniana. Die Veranstaltung fand im Vorfeld der Aktion „Städte für das Leben, Städte gegen die Todesstrafe“ statt. Organisator ist die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio.Aus Protest gegen die Todesstrafe werden in diesem Jahr am 30. November Sehenswürdigkeiten in weltweit über tausend Städten besonders beleuchtet.

Unter anderem sollen das Kolosseum in Rom, das Brüsseler Atomium und der Platz vor der Kathedrale in Barcelona illuminiert werden, teilte Sant'Egidio am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Insgesamt beteiligen sich demnach 1134 Städte in 81 Ländern an der Aktion.

Der 30. November erinnert an die erste Abschaffung der Todesstrafe eine europäischen Staates am 30. November 1786 im Großherzogtum Toskana.

Der Aktion „Städte für das Leben – Gegen die Todesstrafe“, die die Gemeinschaft von Sant’Egidio seit 2002 jedes Jahr am 30. November durchführt, haben sich inzwischen die wichtigsten internationalen Menschenrechtsorganisationen angeschlossen, die gemeinsam die „World Coalition Against Death Penalty“ bildet (der unter anderem Amnesty International, Ensemble Contre la Peine de Mort, International Penal Reform und FIACAT angehören).

In seinem Vortrag zum Thema „Die Todesstrafe heute in aller Welt: das Engagement für die Abschaffung und für eine neue Kultur des Lebens" sprach Dr. Carlo Santoro von der Gemeinschaft Sant'Egidio überdie Billigung zweier Resolutionen für ein Universales Moratorium für die Todesstrafe durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen, bestätigt das geänderte Empfinden im Hinblick auf ein neues und höheres Niveau bei der Achtung der Menschenrechte. Im Anschluss berichtete der 2001 freigesprochen ehemalige Todeskandidat José Martinez über seine „Erfahrung im Todestrakt" in Florida.

Wie aus einem Bericht von Amnesty International mit dem Titel „Todesurteile und Vollstreckungen 2008“ hervorgeht, wurden zwischen Januar und Dezember des vergangenen Jahres in 25 Ländern insgesamt 2.390 Todesurteile vollstreckt und in 52 Ländern 8.864 Todesurteile ausgesprochen. Die Studentenvereinigung Omnes Gentes vertritt die Studierenden der Päpstlichen Universität Urbaniana. Die Organisation veranstaltet mehrmals im Jahr Initiativen, die zur Bereicherung der Studenten beitragen sollen.