Ständig steigenden Lebenshaltungskosten in Osteuropa alarmieren Hilfswerke

Renovabis und Kirche in Not intensivieren Zusammenarbeit

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MÜNCHEN, 11. September 2008 (Zenit.org).- Die zunehmend dramatischere Lage der Menschen in Osteuropa erfordere die Bündelung von Energien für konkrete Projekte, betonten Führungskräfte und verantwortliche Mitarbeiter einiger in Mittel-, Ost- und  Südosteuropa tätiger Hilfswerke im deutschen Königstein.

Sie haben deshalb den Ausbau Ihrer Zusammenarbeit vereinbart, wie der Gastgeber der Konferenz, das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“, heute in München bekanntgab.

Neben Kirche in Not und Renovabis war auch das „Office to Aid the Catholic  Church in Central and Eastern Europe“ der amerikanischen Bischofskonferenz  bei der zum vierzehnten Mal veranstalteten Tagung vertreten.

In diesem Jahr stand den Angaben zufolge besonders die Sorge über die ständig steigenden Lebenshaltungskosten und die Verteuerung von Baumaterialien und Energie in Osteuropa im Vordergrund. Übereinstimmend erklärten die Vertreter der Hilfswerke, sie seien froh über die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit, die den Projektpartnern zugute komme. Die unterschiedlichen Strukturen und Schwerpunkte der Hilfswerke ergänzten einander bei ihrer Arbeit im Auftrag der katholischen Kirche.

Ziel der jährlichen Treffen sei der Austausch von Informationen, Erfahrungen und Analysen der Situation in den einzelnen Ortskirchen sowie eine Abstimmung der Projektarbeit in Osteuropa. So wollen die Werke gewährleisten, dass Spendengelder möglichst effizient verwendet werden und Projekte langfristig erfolgreich sind.

Bereits seit Jahren fördern die Hilfswerke auch gemeinsame Projekte, so beispielsweise den Bau der Kon-Kathedrale und des dazugehörenden Pastoralzentrums in der Hauptstadt des Kosovos, Pristina, sowie den Aufbau und den Unterhalt des Priesterseminars von Sankt Petersburg. Große Projekte könnten oft nur verwirklicht werden, wenn mehrere Hilfswerke gemeinsam die Finanzierung übernehmen.

Im vergangenen Jahr betrug die von den drei Hilfswerken für Mittel-, Ost- und Südosteuropa geleistete Hilfe mehr als 51 Millionen Euro.