Ständige Eucharistische Anbetung im Petersdom in Erwartung des Konklaves

Drei kontemplative Ordensschwestern aus Mexiko wechseln einander ab

Rom, (ZENIT.org) Antonio Gaspari | 1093 klicks

In der Kapelle des Allerheiligsten Sakramentes im Inneren des Petersdomes in Rom beten drei kontemplative mexikanische Ordensschwestern vor dem ausgesetzten eucharistischen Jesus in ewiger Anbetung. Dies hat P. Federico Lombardi SJ während einer Pressekonferenz im Vatikan mitgeteilt.

Die ewige Anbetung sei als Teil der Vorbereitungsaktivitäten für das Konklave organisiert worden.

Der Direktor des Vatikanischen Presseamtes erklärte außerdem, Kardinal Angelo Comastri, Erzpriester des Petersdoms, habe ihn darüber informiert, dass vor der Abendmesse ein Glaubensbekenntnis und ein besonderes Gebet für das Kardinalskollegium gebetet werde, um das Konklave vorzubereiten.

Im Hinblick auf die Liturgie präzisierte P. Lombari: „Im Kanon der Messe, im eucharistischen Hochgebet, fällt die Stelle, an der normalerweise der Papst erwähnt wird, in der Zeit der Sedisvakanz weg; in Rom entfällt ebenso die Erwähnung des Bischofsnamens, weil es der Papst als Bischof von Rom wäre.“

Bezüglich der Präsenz der Kardinäle in Rom präzisierte Lombardi, dass „in Rom 75 Kardinäle permanent wohnen“, während die 66, die nicht hier residieren, dem Kardinalskollegium ihre zum rechten Zeitpunkt gewisse Ankunft angekündigt hätten; man könne mit ihnen dann in Kontakt treten. Die exakte Zahl der Anwesenden und die Abmeldungen aus Gesundheitsgründen würden bei der ersten Generalkongregation bekannt gegeben. Was die nicht an der Wahl teilnehmenden Kardinäle betreffe, würden mindestens zwei von ihnen aus Gesundheitsgründen nicht in Rom anwesend sein.

Logistisch hätten die Vorbereitungsarbeiten in der Sixtinischen Kapelle, in der das Konklave stattfinden wird, noch nicht begonnen.

Die Kongregation der Kardinäle werde ankündigen, wann die Arbeiten beginnen.

Die Dienste des Governatorates und die „Floreria“ stünden in den in den Startlöchern, um die Sixtina mit allem Nötigen auszustatten.

Die „Floreria“ sei ein alter Titel für das Büro, das sich mit den verschiedenen Möbeln im Vatikan beschäftige, ebenso wie mit der päpstlichen Wohnung. Die Floreria koordiniere die logistische Vorbereitung der Audienzen und päpstlichen Zeremonien. Die Floreristen seien darüber hinaus mit verschiedenen vertraulichen Aufgaben betraut.

Bezüglich des atmosphärischen Hintergrundes der Sixtinischen Kapelle mit dem Jüngsten Gericht von Michelangelo erinnerte P. Lombardi an die Worte, die Johannes Paul II. in seiner Poesie „Römisches Triptychon“ geschrieben hatte. Der polnische Papst, der an zwei Konklaven im August und im Oktober des Jahres 1978 teilgenommen hatte, deute „die sixtinische Polychromie“ als „Vermittlerin des Wortes des Herrn“ und der Wahl „Tu es Petrus“, dem die „Schlüssel des Himmelreiches übergeben werden.“

Im Geleitwort des „Römischen Triptichons“ habe der damalige Kardinal Joseph Ratzinger geschrieben, diese Worte Johannes Pauls II. seien die, die den Leser am meisten bewegten.

Ratzinger, der selber zweimal an Konklaven teilgenommen habe, habe geäußert: „Auch ich war anwesend und weiß, wie sehr wir alle von diesen Bilder beeindruckt waren. Sie schienen uns dazu zu drängen, in unserer Seele die Größe unserer Verantwortung zu erwägen.“