Start der Viennale 2011

Auch Filme mit religiösen Bezügen im Programm

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WIEN, 20. Oktober 2011 (ZENIT.org). - „Die Namen Christi“, Sektenabhängigkeit und Sterbehilfe sind Inhalte von Dokumentarfilmen bei der Viennale 2011, die heute beginnt und bis 2. November an verschiedenen Spielorten der Stadt Wien auch ein Programm von Filmen mit religiösen Bezügen bieten wird.

Dazu gehören Nanni Morettis neuer Film „Habemus Papam“ rund um einen von Selbstzweifeln geplagten, neu gewählten Papst.

„Way Of Passion“ des Österreichers Joerg Burger ist ein Zeugnis italienischer Volksfrömmigkeit: Seit 400 Jahren findet in Trapani auf Sizilien eine Karfreitagsprozession statt, die nicht einfach nur die Stationen von Jesu Leidensweg nachspielt, sondern dieses Leiden tatsächlich nachzuvollziehen versucht. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden schwere Altäre mit mannshohen hölzernen Figurengruppen durch die Gassen des Ortes getragen. „Und wer am Morgen beim Wiedereinzug in die Kirche unter der Last noch nicht zusammengebrochen ist, der bricht jetzt in Tränen aus“, heißt es in der Ankündigung.

Mit „Els noms de Crist“ (Die Namen Christi) schuf der katalanische Filmemacher Albert Serra für das Museum für zeitgenössische Kunst in Barcelona eine 14 Episoden umfassende TV-Serie, die auf dem Buch „De los nombres de Cristo“ (1586) des spanischen Augustinermönchs und Dichters Luis de Leon basiert. Ein Teil der Film-Collage wurde im Innern des Museums gedreht. 

„Martha Marcy May Marlene“ des US-Filmers Sean Durkin rankt sich um das Thema Sekte: Im idyllischen Ferienhaus ihrer Schwester versucht eine junge Frau, sich nach längerem Aufenthalt in einer sektenähnlichen Kommune wieder an die Normalität zu gewöhnen. „In seinem behutsam inszenierten Debütfilm verbindet Durkin geschickt Elemente des Psychothriller-Genres mit einer detailgenauen Untersuchung des Zusammenspiels von Machtstrukturen und psychischer Disposition“, heißt es in der Ankündigung. 

Um das Thema Sterbehilfe geht es im dänisch-isländischen Film „Eldfjall“ (Vulkan) von Runar Runarsson. Der pensionierte Misanthrop Hannes will sein Leben ändern, als er erkennt, dass er durch sein mürrisches Verhalten über Jahre hin die Nähe, Wärme und Zuwendung seiner Familie verloren hat. Besonders gelobt wurde der einfühlsame Film von der Kritik für die schauspielerische Glanzleistung von Hauptdarsteller Theodor Juliusson 

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