Statt zu zittern, sollte Kirche „Mission vor der Haustür“ beginnen

Der aus Österreich stammende Bischof Pöllitzer vermisst Betonung der Kraft des Heiligen Geistes

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ROM 15. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Statt zu zittern, sollte die Kirche mit ihrer Missionsaufgabe vor der Haustür beginnen, erklärte der aus Österreich stammende Bischof Phillip Pöllitzer OMI auf der Weltbischofssynode über das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche, die derzeit in Rom tagt. „Wo bleibt der Heilige Geist im Instrumentum laboris? Zwischen den Zeilen in beiläufigen Aussagen versteckt?“, so seine Anfrage.

„Im Instrumentum laboris vermisse ich die Sichtbarkeit von zwei wesentlichen Themen: den Heiligen Geist und die 'Missio ad extra'“, erklärte der 68jährige Bischof gestern Nachmittag auf der Bischofssynode in Rom. „Beide Aspekte gehen im theologischen Fachjargon so ziemlich unter.“

Wenn Bischof Pollitzer den Bezug zur „Missio ad extra“ im Synodenpapier vermisst, dann bezieht er sich nicht auf die „Missionsterritorien“, sondem „die Missionsaufgabe vor der Haustüre! Das gute Beispiel allein genügt nicht“, bekräftigte der Bischof von Keetmanshoop in Namibia.

Für die Ferstehenden sei „das direkte Wort“ nötig. Aber die Verkündigung sei auch wichtig „für die Abermillionen von Nichtchristen, die heutzutage im Abendland gleichsam direkt in die Arme von Mutter Kirche laufen“.

„Was tut Mutter Kirche?“, fragte der Afrikamissionar seine Mitbrüder in Europa und die übrigen Synodenteilnehmer. „Sie zittert verzagt. Im Klartext: Tun wir genug, direkt und bewusst, für die Fernstehenden und Immigranten?“

Der Heilige Geist kann nach seinen Worten „durch uns auch jene ansprechen, die vom säkularen oder ethnisch-traditionellen Geist beziehungsweise Ungeist im Bann gehalten werden“.