Sterben in Jesus Christus

Zusammenfassung in deutscher Sprache der heutigen Generalaudienz

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 351 klicks

Wir dokumentieren im Folgenden die offizielle deutsche Zusammenfassung der von Papst Franziskus gehaltene Ansprache bei der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz.

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Liebe Brüder und Schwestern, in der heutigen Mittwochskatechese zum Glaubensbekenntnis bedenken wir die „Auferstehung der Toten". Wenn wir mit Christus auferstehen wollen, müssen wir uns auch im Sterben mit ihm vereinigen. Was bedeutet aber „Sterben in Christus"? Sicher greift die Vorstellung zu kurz, darin den einen von den zwei Koordinatenpunkten zu sehen, zwischen denen der Lebensweg eingespannt ist, nämlich Geburt und Tod. Das Sterben in Christus erwächst aus dem Glauben, dass unser Leben auf einen Horizont hin geöffnet ist, auf eine Weite jenseits des Hier und Heute unserer alltäglichen Dinge. In seinem Herzen vernimmt der Mensch eine Sehnsucht nach Unendlichkeit. Wir spüren das besonders, wenn eine geliebte Person stirbt. Bei allem Schmerz geht uns im Inneren eine Ahnung auf, dass damit nicht alles aus ist, dass das Gute, was wir durch unsere Lieben empfangen haben, nicht umsonst war. Durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes hat er uns die Gewissheit eines Lebens nach dem Tod geschenkt. Durch die Taufe werden wir mit Christus vereint und haben deshalb schon jetzt wirklich Anteil am Leben des Auferstandenen. Es ist zugleich eine Einladung an uns, dieses neue Leben anzunehmen und uns auch gut auf unseren irdischen Tod vorzubereiten. Das können wir zum Beispiel tun, wenn wir uns den Schwachen und Bedürftigen beistehen. Wer Barmherzigkeit übt, fürchtet den Tod nicht, denn er schaut in den leiden und Wunden der Brüder und Schwestern, dass die Liebe Jesu Christi stärker ist als der Tod.

[Für die deutschsprachigen Pilger wurden folgende Grußworte auf Italienisch verlesen:]

Ein herzliches Willkommen richte ich an die Pilger deutscher Sprache. Der auferstandene Christus kommt zu allen Zeiten, um seine Brüder und Schwestern zu begleiten, besonders die Armen und die Bedürftigen. Wir wollen Zeugen des neuen Leben in ihm sein. Von Herzen erbitte ich Gottes Segen und Gnade für ich euch und eure Lieben.

[© 2013 – Libreria Editrice Vaticana]