Streik in italienischem Gefängnis wegen Exkommunikation der Mafiosi

Verweigerung der Messe

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 348 klicks

In dem süditalienischen Gefängnis in Larino in der Region Molise, die Papst Franziskus am vergangenen Samstag besuchte, verweigern Inhaftierte des Hochsicherheitstraktes die Teilnahme an der Messe. Wie der Erzbischof von Campobasso-Bojano, Giancarlo Maria Bregantini, gegenüber Radio Vatikan erklärte, seien der Grund dafür die deutlichen Worte von Papst Franziskus während dessen Reise nach Kalabrien vor etwa drei Wochen, in dessen Zuge dieser von einer Exkommunikation der Mitglieder der Mafia gesprochen hatte.

Es handle sich um etwa 200 Inhaftierte, die in einer nahen Beziehung zur kalabrischen Mafiaorganisation ‚Ndrangheta stehen und die den Besuch der Messe verweigern würden, so Bregantini. Er sagte, die Worte des Papstes seien offensichtlich nicht ohne Wirkung geblieben, da die Häftlinge gesagt haben, wenn sie exkommuniziert seien, stelle sich die Frage, was sie in der Messe sollen.

Wünschenswert wäre, wenn die Worte des Papstes nicht nur zu einer Verweigerungshaltung gegenüber der Kirche führen würden, sondern auch eine Bewusstseinsänderung nach sich ziehen würden.