Suche nach Ethik in der Wirtschaft auch in Großbritannien

Kongress mit Gewerbevertretern Großbritanniens unter Leitungs des Erzbischofes von Westminster

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ROM, 19. September 2012 (ZENIT.org). – Mehr als 200 Spezialisten aus den führenden Gewerben Londons trafen sich am heutigen Morgen, um über einen neuen Plan zur besseren Gewerbezusammenarbeit in Großbritannien zu beraten. Sie wollen Geschäftsinteressen mit persönlichen Werten vereinen, damit Gewerbe der Gesellschaft besser dienen können.

Die Konferenz suchte Themen zu untersuchen, die für Gewerbe von Interesse sind, wie den Konflikt in Bezug auf die Entwicklung des Gemeinwohls- zwischen Gewinnmaximierung und dem spezifischen Beitrag, den ein auf der Religion gründender ethischer Rahmen zu einer persönlichen und gewerblichen Verantwortung leisten kann.

Der Konferenz stand der Erzbischof von Westminster, Vincent Nichols, vor. „Ich denke, eine der am meisten vertretenen Überzeugungen, die wir an diesem Morgen teilten, war, dass ein Gewerbe dazu verpflichtet ist, zum Zusammenhalt der Gesellschaft' beizutragen – es ist sozusagen der ‚Klebstoff‘, ohne den es der Gesellschaft, und damit wiederum dem Gewerbe schlecht geht,“ erklärte Nichols gegenüber Radio Vatikan.

„Der implizierte Vertrag zwischen einem kapitalistischen System und der Gesellschaft ist in Gefahr zu zerreißen, wenn die grundsätzlichen Herausforderungen, die von einer Krise ans Licht gebracht werden, nicht angegangen werden. Dies spricht nicht gegen den Kapitalismus an sich, sondern nur gegen eine spezielle Art des Kapitalismus. Wir müssen dringend neu definieren, wie wir Firmen leiten, managen und regieren.“

[Übersetzung des englischen Originals von Jan Bentz]