Südostasien: Caritas bekräftigt Papstappell zur Rettung der Flutopfer

Kein Ende der heftigen Niederschläge in Sicht

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ROM, 24. August 2007 (ZENIT.org).- Caritas Internationalis verwirklicht und bekräftigt den Hilfsaufruf Benedikts XVI. für die Völker Südostasiens, wo die Überflutungen der diesjährigen Monsun-Saison für den Tod von bisher rund 2.000 Menschen verantwortlich sind.



Mehr als halb Bangladesch und Teile Indiens stehen einen Monat nach der Flutkatastrophe noch immer unter Wasser, berichtete gestern, Donnerstag, der internationale Caritas-Dachverband, der seinen Hauptsitz in Rom hat. Die katholische Hilfsorganisation befürchtet, dass sich die Situation weiter verschlimmern könnte, da in weiten Teilen Südasiens kein Ende der heftigen Regenfälle in Sicht ist.

Caritas-Mitarbeiter bemühen sich darum, den mehr als 30 Millionen obdachlos gewordenen Menschen in Indien, Bangladesch, Pakistan und Nepal beizustehen. Viele von ihnen sind in notdürftigen Unterkünften untergebracht und verfügen nicht einmal über die grundlegendsten Güter.

„Die Menschen leben seit zwei Monaten im Wasser. Kinder spielen zwischen Kadavern und Abfall. Viele Menschen leben weitgehend schutzlos auf der Straße. Das Resultat ist ein Anstieg von Fieber, Durchfall und Atemwegskrankheiten“, berichtete der Arzt Andreas Lindner aus Bihar (Indien).

Da viele Straßen weggespült wurden und das Wasser zum Teil mannhoch in den Straßen steht, bedarf es großer Anstrengungen zu den Betroffenen vorzudringen. „Die Dörfer um Darbhanga in Birha sind vom Wasser umschlossen wie Inseln im Ozean“, erklärte Varghese Mattamana, Leiter von Caritas Indien. „Es gibt keine Boote, um zu den abgelegenen Dörfern zu kommen, und es kann noch Monate dauern, bis der Wasserspiegel sinkt.“

Am 12. August hatte Papst Benedikt XVI. appelliert, den Opfern der Flutkatastrophe zu Hilfe zu kommen. „In den vergangen letzten Tagen haben schwere Überschwemmungen verschiedene Länder Südostasiens verwüstet und zahlreiche Opfer sowie Millionen von Obdachlosen zur Folge gehabt. Ich bringe meine tiefe Anteilnahme am Schmerz der betroffenen Bevölkerungen zum Ausdruck und fordere die kirchlichen Gemeinschaften dazu auf, für die Opfer zu beten und jene Initiativen der Solidarität zu unterstützen, die zur Linderung der Leiden so vieler hart geprüfter Menschen veranlasst worden sind. Es soll diesen unseren Brüdern und Schwestern nicht an der schnellen und großzügigen Hilfe der internationalen Gemeinschaft fehlen!“

Die internationale Caritas hat eine Kampagne zur Sammlung von sechs Millionen Dollar gestartet, um den Notleidenden helfen zu können.