Südsudan: größter katholischer Radiosender des Landes bekommt Sendeverbot

Radio Bakhita wird von der Erzdiözese Juba betrieben

Rom, (Fides) Redaktion | 1000 klicks

Radio Bakhita, der größte katholische Radiosender des Südsudans, darf seine Programme nicht ausstrahlen, seit die zuständigen Behörden des Landes am vergangenen 16. August ein Sendeverbot erteilten, die Redaktion schließen ließen und den Chefredakteur Ochan David Nicholas verhafteten, der sich weiterhin in Untersuchungshaft befindet. 

Der Radiosender der Erzdiözese Juba wurde geschlossen, nachdem er am 15. August von Gefechten zwischen den Soldaten des Präsidenten Salva Kiir und den Anhängern der Opposition unter dem ehemaligen stellvertretenden Präsidenten Riek Machar berichtet hatte.

Verschiedene lokale Medien wurden bereits geschlossen oder von südsudanesischen Sicherheitskräften eingeschüchtert, seit im vergangenen Dezember der Konflikt ausbrach, der zu einer Krise des jungen Staates führte. Die im vergangenen Juni unterzeichneten Friedensvereinbarungen wurden bisher von keiner der beteiligten Parteien umgesetzt: insbesondere wurde noch keine Regierung der Nationalen Einheit gebildet. Die US-Botschafterin kündigte unterdessen neue Waffenlieferungen an, was zu einer Wiederaufnahme der Gefechte führen könnte. (L.M.)

(Quelle: Agenzia Fides 18/8/2014)