Synodalrat erarbeitet Grundlage für das nachsynodale Schreiben Benedikts XVI. über die Eucharistie

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ROM, 7. Februar 2006 (Zenit.org).- Der Synodalrat des Generalsekretariats der Bischofssynode trat vor kurzem zusammen, um die Ergebnisse ihrer XI. Ordentlichen Vollversammlung zum Thema \"Die Eucharistie – Quelle und Höhepunkt des Lebens und der Sendung der Kirche\" vom vergangenen Oktober zusammenzufassen. Er wird ein Dokument erarbeiten, das Benedikt XVI. beim Verfassen des postsynodalen Apostolischen Schreibens zur Bischofssynode als Grundlage dienen soll.



Am 30. und am 31. Januar trafen sich die 15 Ratsmitglieder – 12 waren von den Teilnehmern der Weltbischofssynode gewählt worden, drei vom Papst –, um die 50 Vorschläge der Synodenväter zur Wiederbelebung der eucharistischen Andacht im Leben der Kirche zu ordnen, berichtete das vatikanische Pressebüro am Montag.

Erzbischof Nikola Eterovic, Generalsekretär der Bischofssynode, erinnerte zu Beginn der Sitzungen, dass der Rat ein konkretes Mittel der Zusammenarbeit mit dem Heiligen Vater darstelle, der \"öffentlich angekündigt hat, dass die Frucht des gesamten Synodalprozesses in einem päpstlichen Dokument gesammelt und aufgearbeitet wird.\"

Der Rat, der aus einer italienischsprachigen und einer englischsprachigen Arbeitsgruppe besteht, analysierte außerdem die methodischen Neuerungen wie etwa die von allen Synodenteilnehmern begrüßten \"freien\" Redezeiten, die Benedikt XVI. eingeführt hatte. Das nächste Treffen des Rates wird voraussichtlich am 1. und 2. Juni 2006 stattfinden.

In seinem nachsynodalen Apostolischen Schreiben über die Eucharistie wird der Bischof von Rom sicherlich bekräftigen, was er am Weltmissionssonntag 2005 in seiner Predigt zum feierlichen Abschluss der XI. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode betont hatte: \"In der Eucharistie erkennen wir das Sakrament dieser lebendigen Synthese des Gesetzes: Christus vertraut uns in sich selbst die volle Verwirklichung der Liebe zu Gott und der Liebe zu den Brüdern und Schwestern an. Und diese Liebe teilt er uns mit, wenn wir uns von seinem Leib und seinem Blut nähren. Dann kann sich in uns verwirklichen, was Paulus den Thessalonichern in der heutigen zweiten Lesung schreibt: \'Ihr habt euch von den Götzen zu Gott bekehrt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen.\' Diese Bekehrung ist der Anfang des Weges der Heiligkeit, den der Christ in seiner Existenz zu verwirklichen berufen ist.\"