Synode der syrisch-katholischen Kirche im Vatikan

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ROM, 16. Januar 2009 (ZENIT.org).- Morgen, Samstag, wird im Vatikan eine Synode der syrisch-katholischen Kirche beginnen, die ihren Sitz in Beirut (Libanon) hat. Im Rahmen der Arbeiten, die eine Woche in Anspruch nehmen, wird ein neuer Patriarch gewählt.



Papst Benedikt XVI. rief die Zusammenkunft der Hirten in Übereinstimmung mit den Richtlinien ein, die für die Ostkirchen Gültigkeit haben. Im Februar 2008 hatte er den Rücktritt von Erzbischof Ignace Pierre VIII. Abdel-Ahad angenommen.

„Die Synode wird mit zwei Tagen, die dem Gebet und der Betrachtung gewidmet sind, eröffnet und von Kardinal Leonardo Sandri, Präfekt der Kongregation für die Ostkirchen, geleitet werden“, berichtete der Heilige Stuhl in einer gestern, Donnerstag, veröffentlichten Presseerklärung.

Als der frühere Patriarch von Antiochien und der Syrer, Seine Seligkeit Erzbischof Ignace Pierre VIII. Abdel-Ahad, zurücktrat, übertrug der Papst die Leitungsgewalt für die syrisch-katholische Kirche vorläufig einem bischöflichen Komitee mit drei Mitgliedern: Erzbischof Theophile Georges Kassab von Homs, Hama und Nabk der Syrer, der auch die patriarchale Eparchie verwaltete; Erzbischof Athanase Matti Shaba Matoka von Bagdad der Syrer; und Erzbischof Gregorios Elias Tabe von Damaskus der Syrer.

Die Ostkirchen sind Kirchen, die ihren Ursprung in Osteuropa, Asien oder Afrika haben. Sie verfügen über ein eigenes Rechtssystem und eine eigene Liturgie. Die Kongregation für die Ostkirchen hat den Auftrag, den Kontakt mit ihnen zu suchen, um deren Wachstum zu fördern und Rechte zu sichern sowie -  neben dem liturgischen, disziplinären und geistlichen Erbe der lateinischen Kirche - auch das Erbe der verschiedenen orientalischen christlichen Traditionen lebendig und vollständig zu erhalten.