Synodenväter besuchen Sixtinische Kapelle

500 Jahre nach der Einweihung von Michelangelos Deckenfresko im Jahr 1512

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VATIKANSTADT, 24. Oktober 2012 (ZENIT.org). ‑ Eine Führung für die Synodenväter und die anderen Synodenteilnehmer durch die Sixtinische Kapelle wurde bei der 19. Generalkongregation der Bischofssynode am 23. Oktober angekündigt.

Anlass ist die Einweihung von Michelangelos Deckenfresko vor 500 Jahren im Jahr 1512.

Der Besuch ist dank der Mitarbeit der Vatikanischen Museen ermöglich worden.

Professor Antonio Paolucci, Direktor der Vatikanischen Museen, hatte die Sixtinische Kapelle als ein „Kompendium der Theologie oder ein Katechismus in Bildern“ bezeichnet.

Die Sixtinische Kapelle war ursprünglich erbaut worden, um dem päpstlichen Hof Sixtus IV., zu dem etwa 350 Menschen gehörten, Unterkunft bieten. Zum Hof Julius II., der Michelangelo den Auftrag erteilte, die Decke von 1508-1512 zu dekorieren, gehörten etwa 500 Menschen.

Man hatte Italiens feinsten Künstler mit der Dekoration beauftragt, doch die Päpste wurden sich langsam bewusst, dass es für das Gesicht der Kirche nicht das Beste war, diesen außerordentlichen Born der Schönheit nur einigen Wenigen vorzubehalten; langsam wurde immer mehr Menschen der Zutritt gewährt, bis die Kapelle in unseren Tagen zu jenem Massenreiseziel wurde, das sie heute ist, so die Kunsthistorikerin Elizabeth Lev.

Im letzten Jahr besuchten fünf Millionen Besucher die Kapelle. Der Massenansturm birgt auch Gefahren, die wahrgenommen und erwägt werden. Die Vatikanischen Museen prüfen gerade ein neues Ventilationssystem, das als weitere Maßnahme zum Schutz der Gemälde 2013 installiert werden soll.