Syrer beten gemeinsam mit dem Pontifex

Die Worte des Papstes lassen hoffen

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 336 klicks

In der griechisch-katholisch melkitischen Kathedrale von Damaskus versammelten sich am vergangenen Samstag zwischen 18:00 und 20:00 Uhr katholische Bischöfe, Orthodoxe, einige Vertreter der Regierung und des Parlaments, sowie Vertreter muslimischer Gemeinschaften, um so dem Aufruf von Papst Franziskus zu folgen, und für den Frieden zu beten.

Der apostolische Nuntius von Syrien, Erzbischof Mario Zenari, teilte Radio Vatikan in einem Interview mit, in den einzelnen religiösen Gemeinschaften habe jeder ein eigenes Programm nach den Möglichkeiten vor Ort erarbeitet, da es in einigen Gebieten schwierig sei, abends eine Gebetswache abzuhalten. Dennoch habe sie überall stattgefunden.

In Damaskus sei es sehr feierlich und berührend gewesen. Am Ende seien viele Menschen auf den Erzbischof zugekommen, um ihn zu ermutigen und dem Heiligen Vater für die Initiative zu danken. Das anwesende Fernsehen und die örtlichen Zeitungen würden der Veranstaltung in den nächsten Tagen große Relevanz geben.

Dem Erzbischof gefiel besonders die Formulierung des Papstes, Gott habe eine Welt schaffen wollen, die wie ein „Haus der Harmonie und des Friedens“ sei. In manchen Gegenden, wie zur Zeit in Syrien, könne man sehen, dass dieses Haus der Harmonie und des Friedens aufgrund des menschlichen Egoismus nicht mehr existiere. Die unverrückbare Überzeugung von Papst Franziskus, dass diese Harmonie wiedergefunden werden könne, ebenso wie die Hilfe Gottes, sei wie ein Hauch der Hoffnung für Syrien und die ganze Welt. Das unverrückbare Vertrauen des Papstes sei nicht nur für Syrien und den mittleren Osten, sondern auch für die ganze Welt ein „Atemzug Sauerstoff“. Es sei dringend nötig gewesen, diesen starken Wind der Hoffnung zu verspüren.

Zenari zeigte sich von der Aussage des Papstes tief berührt, die Rechtfertigungen der Menschen für ihr Verhalten seien immer subtiler. Seine Worte seien ein Anlass für jeden von uns nachzudenken, insbesondere für diejenigen, die politische Verantwortung trügen und die Geschicke dieser Welt lenkten. Der Erzbischof sagte, der Friede sei ein allgemeines Gemeingut und solle nicht in die Hände Einzelner gegeben werden. Die universelle Kette des Friedens solle fortfahren, sich bemerkbar zu machen.

Nach Meinung des Erzbischofs sei das politische Gewicht der Veranstaltung nicht unerheblich. Allein vor Ort habe er bereits bemerkt, welch großes und positives Echo die Worte des Papstes nach sich gezogen hätten. Er hoffe, dass dies in allen Teilen der Welt der Fall sei und gewisse Entscheidungen positiv beeinflusse.