Syrien: Christliche Gemeinde fordert die Freilassung eines armenischen Liedermachers und sieben weiterer Geiseln

Sam Ghannoum entführt

| 588 klicks

ROM, 6. November 2012 (ZENIT.org). - Der christliche armenische Liedermacher Sam Ghannoum ist 28 Jahre alt. Er stammt aus einer armenischen Familie und lebt in einem Vorort von Aleppo. In der Gemeinde sind seine orientalischen Melodien zu Texten mit christlichen Inhalten bekannt. In den vergangenen Monaten hatte er wie viele andere syrische Jugendliche bei Facebook Kritik an der Regierung geübt und sich zu den Idealen der syrischen Revolution bekannt. Vor etwa drei Wochen wurde Sam am 15. Oktober vom syrischen Geheimdienst abgeholt. Seither ist sein Aufenthaltsort unbekannt. Wie die Bewegung „Syrian Non-Violence Movement“ dem Fidesdiesnt berichtet, sind die Angehörigen, die dessen „guten Willen und reinen Absichten“ betonen, in großer Sorge und bitten um seine sofortige Freilassung. Wie einheimische Beobachter berichten, soll Sam von der „Air Force Intelligence“ in Aleppo festgehalten werden. „Mit seiner Musik will er die Herzen berühren und das Evangelium verkünden“, so Beobachter zum Fidesdienst. Die armenische Gemeinde in Aleppo fordert die Freilassung von Sam, damit er auch in Zukunft Lieder schreiben und mit seiner Musik die Botschaft der Liebe Christi verkünden kann.

Sieben weitere armenische Christen wurden in den vergangenen Tagen verschleppt, während sie sich in einem Kleinbus auf dem Weg von Aleppo nach Beirut befanden. Wie einheimische Beobachter berichten, sollen nicht identifizierte bewaffnete Banden im Umfeld der oppositionellen Kräfte dafür verantwortlich sein. Bisher soll noch kein Lösegeld gefordert worden sein. „Unter den schwerwiegenden Folgen dieses Konflikts leiden vor allem unschuldige Zivilisten“, so die Beobachter.