Syrien: Gefahr für die dreihunderttausend Christen von Aleppo

Massimo Introvigne, Koordinator des Observatoriums für Religionsfreiheit, kündigt an, dass Italien den Organisationen, die die Rechte der Christen schützen und ihre Verfolger kontrollieren wollen, Hilfe und politische Unterstützung zukommen lassen wird

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ROM, 30. Juli 2012 (ZENIT.org) – „In Aleppo ist die Gefahr von Ausschreitungen gegen Christen dramatisch hoch.“ So äußerte sich der Turiner Soziologe Massimo Introvigne, Koordinator des vom italienischen Außenministerium unterstützten „Observatoriums für Religionsfreiheit“, in einer Mitteilung, die daran erinnert, dass Aleppo „mit dreihunderttausend Christen die drittgrößte christliche Metropole des Nahen Ostens nach Beirut und Kairo“ ist.

„In den Reihen der Aufständischen kämpfen u.a. islamische Ultra-Fundamentalisten, die bereits Entführungen und Morde an Christen zu verantworten haben“, so Introvigne. „Italien fordert Freiheit für alle Syrer, wird aber nur jene Organisationen der Opposition politisch unterstützen, die mit Fakten und nicht nur mit Worten die Rechte der Christen im Lande und die Bestrafung ihrer Verfolger garantieren können.“

„Man darf aber auch nicht vergessen“, heißt es des Weiteren in der Mitteilung, „dass zahlreiche Christen, die ihrerseits Opfer des Gewaltregimes geworden sind, ebenfalls mit den Aufständischen kämpfen. Eine unkritische Unterstützung Assads, wie sie von manchen vermeintlichen Beschützern der christlichen Bevölkerung betrieben wird, ist naiv und unrealistisch und entspricht auf keinen Fall der Haltung der italienischen Außenpolitik.“

[Übersetzung des italienischen Originals von Alexander Wagensommer]