Syrien: griechisch-orthodoxer Priester verschleppt

500.000 Euro Lösegeld gefordert

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ROM, 24. Oktober 2012 (ZENIT.org). – Der griechisch-orthodoxe Priester Fadi Jamil Haddad, der die Pfarrei St. Elias in Qatana, einem Vorort von Damaskus betreut, ist von einer nicht identifizierten bewaffneten Gruppe verschleppt worden. Wie aus Informationen hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen, haben die Entführer, die den Geistlichen vor drei Tagen mit zwei anderen Männern entführten, unterdessen von der Familie ein Lösegeld in Höhe von 50 Millionen syrischen Pfund (rund 500.000 Euro) gefordert.

Wie Beobachter aus Krisen der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Damaskus dem Fidesdienst berichten, wurde das christlicher Dorf Kafarbohom in der Nähe von Hama, dem Geburtsort des griechisch-orthodoxen Patriarchen Ignatius IV. Hazim, heute Morgen von bewaffneten Gruppen der syrischen Opposition unter Beschuss genommen. Dabei sollen zwei Menschen ums Leben gekommen und zwei weitere verletzt worden sein. Eine bewaffnete Gruppe drang in das Dorf ein und verschleppte 20 Frauen, von deren Familien sie ein Lösegeld in Höhe von 50 Millionen syrische Pfund (etwa 500.000 Euro) verlange.

Wie die Beobachter berichten, geraten christliche Gemeinden in dieser Phase des Konflikts zunehmend unter Druck: Dabei geht es auch um private Rache oder Spekulation und Erpressung durch die im Land aktiven bewaffneten Gruppen.

Die mehrheitlich im Westen des Landes und in Damaskus angesiedelte griechisch-orthodoxe Gemeinde ist die größte christliche Glaubensgemeinschaft in Syrien (mit etwa 500.000 Mitgliedern).