Syrien: Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke stirbt 55-jährig an Herzversagen

Opfer für den Frieden

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ROM, 20. November 2012 (ZENIT.org). - Am 14. November ist im Alter von 55 Jahren der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Syrien, Pfarrer Jules Baghdassarin, an plötzlichem Herzversagen gestorben, wie der Fidesdienst berichtet.

Das Amt des Nationaldirektors hatte der griechisch-katholische (melchitische) Priester mit Wohnsitz in Aleppo seit 2003 inne. Die Beisetzung hat am Samstag in der St. Georgs-Kirche in Aleppo stattgefunden. Dem Requiem stand der griechisch-katholische Erzbischof Jeanbart von Aleppo vor.

Pfarrer Jules Baghadassarin hatte unter der tragischen Konfliktsituation in Aleppo persönlich sehr gelitten. In den vergangenen Monaten hatte er sich angesichts der humanitären Notlage Tausender Flüchtlinge in der Stadt der oft problematischen Organisation und Durchführung von Hilfsprogrammen für vertriebene Familien gewidmet. Wahrscheinlich – so Mitarbeiter des Büros der Päpstlichen Missionswerke in Aleppo – hatten die Sorgen und der psychische und physische Stress tödliche Folgen für ihn.

Der griechisch-katholische Patriarch Gregor III. Laham sprach gegenüber dem Fidesdienst den Angehörigen von Pfarrer Baghdassarien und der griechisch-katholische Gemeinde in Aleppo sein Beileid aus und erinnert mit folgenden Worten an den Verstorbenen: „Er war ein großer Freund der Armen und engagierte sich mit ganzer Kraft für karitative Werke. Sein Lebensmotto lautete: lieben und dienen.“

„Wir hoffen“, so der Patriarch abschließend, „dass sein Tod ein Opfer für den Frieden und die Aussöhnung in Syrien, für die Zukunft der Christen in Syrien und für den Sieg der Nächstenliebe in Syrien und im Nahen Osten sein möge.“