Syrien: Orthodoxe Ordensschwestern aus Maalula freigelassen

Gruppe war am vergangen 3. Dezember aus dem Thekla-Kloster von Rebellen verschleppt worden

Rom, (Fides) | 235 klicks

Am späten Sonntagabend (9. März) wurden die 13 griechisch-orthodoxen Schwestern und deren drei Mitarbeiter, die am vergangen 3. Dezember aus dem Thekla-Kloster in Maalula von Rebellen verschleppt worden waren, aus ihrer Geiselhaft entlassen. An den Verhandlungen für die Freilassung sollen die Geheimdienste des Libanon und Katars beteiligt gewesen sein. Dabei wurde die Freilassung von 153 inhaftierten Frauen aus syrischen Gefängnissen ausgehandelt.

Bereits am Sonntagmorgen berichteten arabische Medien von der Freilassung, doch während der letzten Stunden hatten die Entführer versucht, weitere Bedingungen für die Freilassung auszuhandeln, weshalb die Ordensfrauen noch einige Stunden festgehalten wurden. Schließlich wurden die Schwestern – die in der von Rebellen kontrollierten Stadt Yabroud festgehalten worden waren – am Stadtrand der libanesischen Stadt Arsal freigelassen, von wo aus sie in den frühen Morgenstunden des heutigen 10. März nach Jdaidet Yabouss gebracht wurden, wo sie der libanesische Sicherheitschef General Abbas Ibrahim, der ebenfalls an den Verhandlungen für die Freilassung beteiligt war, in Empfang nahm. Eine der freigelassenen Ordensfrauen, Schwester Aghiah, betonte in einer Erklärung gegenüber der libanesischen Presse, dass man die Schwestern während der Geiselhaft gut behandelt habe und dass die Entführer „sehr freundlich gewesen seien“.

Bei den geheimen Verhandlungen für die Freilassung der Schwestern soll es auch direkte Kontakte zwischen Beamten aus Syrien und Katar gegeben haben, obschon Katar zu den Unterstützern der oppositionellen Kräfte in Syrien gehört. Wie einheimische Medien mit Bezug auf Quellen aus Kreisen der Sicherheitsdienste berichten, soll der Chef der Sicherheitsdienste in Katar, Saadeh al-Kbeisi, sich in Damaskus mit seinem Amtskollegen General Ali Mamlouk zu Gesprächen über die Freilassung der Schwestern getroffen haben. (GV)

(Quelle: Agenzia Fides 10/3/2014)