Syrien: Waffen und finanzielle Mittel von ausländischen Mächten verhindern Ende des Krieges

Franziskaner rufen zum Dialog auf

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ROM, 16. Juli 2012 (ZENIT.org). - „Syrien braucht einen Dialog und keine Waffen“, so P. Romualdo Fernandez OFM vom Ökumenischen Zentrum in Tabbaleh (Damaskus), der auch das Heiligtum der Bekehrung des heiligen Paulus in der syrischen Hauptstadt leitet, zum Fidesdienst.

In einem Gespräch bezeichnet er den Dialog zwischen den Konfliktparteien als „Königsweg, der aus der Krise herausführt“.

„Wir bitten um die Bereitschaft zu Verhandlungen und Austausch, damit Gewalt, Tod, Blutbäder und Massaker verhindert werden können, die unser Land seit zu langer Zeit ausbluten lassen.“ Zum jüngsten Massaker in der Region Hama betont er: „Es ist eine weitere Tragödie, die Berichterstattung ist verwirrend, denn die Wahrheit gehört zu den ersten Opfern des Konflikts.“

Wie der Ordensmann betont, „wird der Krieg nicht zu Ende gehen, so lange ausländische Mächte Waffen und finanzielle Mittel bereitstellen und die Zahl der Opfer wird steigen. Dieser Weg führt nicht zum Frieden: der Weg des Friedens führt notwendigerweise über den Dialog“.

Als Christen, so P. Fernandez, „sind wir für alle unsere Brüder und Schwestern jeglicher Religion offen“; als Franziskaner „stehen wir den Menschen, Christen und Muslimen, in der Not zur Seite und werden dieses Land nicht verlassen. Wir werden in Syrien bleiben und uns in den Dienst des Evangeliums stellen. Wir waren gestern hier, wir werden auch heute und morgen hier sein, in Zeiten des Friedens und in Zeiten des Friedens, an finsteren und an hellen Tagen, in der Gewissheit, dass der Herr möchte, dass wir hier bleiben und für uns sorgen.“