Syrisch-orthodoxe Kirche und christliche Schule in der Dschazira zerstört

Metropolit Eustathius Matta Roham: Im Land bleibt kein Stein auf dem anderen

Dair az-Zur, (ZENIT.org) | 1060 klicks

Die syrisch-orthodoxe Marienkirche und die christliche Schule in Al-Wahda im syrischen Gouvernement Dair az-Zur wurden vor einigen Tagen im Verlauf der Kampfhandlungen, die einen Massenexodus an Zivilisten aus der Region verursachten, zerstört.

Ein Bericht des vatikanischen Nachrichtendienstes FIDES zitierte den Metropoliten der Dschazira und des Euphrattals, Erzbischof Eustathius Matta Roham, der erklärte, es sei „ein sehr trauriger Tag für mich und die gesamte christliche Gemeinde“ gewesen.

Die beiden Gebäude wurden im Kreuzfeuer zwischen den Regierungstreuen Truppen und den Rebellen getroffen und zerstört. Lokale Informanten meldeten dem Fidesdienst, die Dschazira sterbe einen „langsamen Tod“; die gesamte Bevölkerung, bestehend aus Muslimen und Christen, Arabern und Kurden, bezahle einen sehr hohen Preis.

„Dieser grausame Konflikt ist in erster Linie ein Krieg gegen unsere Kultur. Es ist ein Krieg, in dem es nur Verlierer gibt, der unsere geliebte Heimat zerstört. Die Rebellen und die Regierungstreuen glauben vielleicht, sie könnten am Ende siegen; ich glaube, uns wird nur ein Land voller Ruinen bleiben, mit Tausenden von Witwen, Waisen, Armen, und schlimmer noch, ein durch Hass und Feindschaft destabilisiertes Land“, so Erzbischof Matta Roham.

Der Metropolit richtete auch ein Appell an die kriegführenden Parteien: „Wer soll das alles wieder aufbauen, was wir in jahrzehntelanger Arbeit errichtet hatten? Und wie lange soll der Wiederaufbau dauern? Wer soll den zerstörten gesellschaftlichen Frieden wiederherstellen? Wir bitten alle Christen der Welt, für uns zu beten, damit Syrien den Frieden zurückgewinnen kann.“