Syrische Kinder beneiden das Christkind um seinen Stall

So der maronitische Erzbischof von Damaskus, Samir Nassar, in seiner Weihnachtsbotschaft

Rom, (Fides) | 339 klicks

In Syrien gibt es viele kleine Gefährten des Jesuskinds: Tausende Kinder, haben keine Wohnung mehr und leben in Zelten, die so einfach sind wie der Stall in Bethlehem“, so der maronitische Erzbischof Samir Nassar zu den Bedingungen, unter denen Kinder in Syrien in der Vorweihnachtszeit leben. In eine berührenden Weihnachtsbotschaft wählt der maronitische Erzbischof von Damaskus beeindruckende Bilder zur Beschreibung dessen, was die Menschen in Syrien mit Blick auf ein weiteres Weihnachtsfest im Krieg fühlen.

„Jesus“, so Erzbischof Nassar „ist mit seiner Armut nicht alleine. Die syrischen Kinder sind oft sich selbst überlassen angesichts von Szenen der Gewalt; sie träumen davon, an der Stelle Jesu zu sein, der immer seine Eltern um sich hat, die für ihn sorgen und ihn streicheln. (…) Manche beneiden das Jesuskind, das einen Stall gefunden hat, wo es geboren wurde und Schutz fand, während viele dieser Armen Kinder mit Bombenlärm und auf der Flucht zur Welt kamen.“ „Auch Maria“, so der maronitische Erzbischof weiter, „ist nicht mehr alleine mit ihren Problemen: viele unglückliche Mütter, die in extremer Armut leben, tragen die Verantwortung für ihre Familien alleine, ohne einen Mann an ihrer Seite... Die sichere Gegenwart des heiligen Joseph in der Heiligen Familie wird von vielen Familien beneidet, in denen es keinen Vater gibt. Diese Abwesenheit führt zu Angst, Sorge und Unruhe.“ 

Für viele Familien in Syrien ist die Botschaft des Friedens und der Freude kaum im eigenen Leben vorstellbar: „Der höllische Lärm des Krieges“, so Erzbischof Nassar „überdeckt den Lobgesang der Engel.“ Trotz des anhaltenden Konflikts, der bereits seit über tausend Tage andauert, beten die Christen vor der Krippe: „Herr erhöre uns!“, so endet die Botschaft von Erzbischof Nassar. (GV)

(Quelle: Fidesdienst 16/12/2013)