Tag des Gebetes und des Fastens für Syrien

Am 7. September auf dem Petersplatz für den Frieden

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 485 klicks

Papst Franziskus appellierte beim gestrigen Angelus auf dem Petersplatz an die Gläubigen, für den Frieden in Syrien einzutreten. Der Pontifex zeigte sich „tief verletzt“ aufgrund der Geschehnisse in „diesem gemarterten Land“ und in anderen Konfliktgebieten. Aus diesem Grund rief er zu einem Tag des Gebetes und des Fastens auf und lud alle Christen und Gläubigen anderer Religionen wiesowie Nichtgläubige zwischen 19 und 24 Uhr auf den Petersplatz ein. Der Papst sagte: „Nie mehr Krieg! Nie mehr Krieg! Der Friede ist ein zu kostbares Geschenk, das gefördert und geschützt werden muss.“ Mit steigender Angst komme der Schrei nach Frieden aus allen Teilen der Erde, von allen Völkern, aus dem Herzen eines jeden, aus der „Familie der Menschlichkeit“. „Ich erlebe mit besonderem Leiden und mit besonderer Sorge die vielen Konfliktsituationen auf unserer Erde, aber in diesen Tagen wird mein Herz zutiefst durch das verletzt, was in Syrien geschieht, und ist besorgt aufgrund der dramatischen Entwicklungen, die sich zeigen.“

Der Pontifex verurteilte vehement die Verwendung chemischer Waffen und zeigte sich bestürzt über die vielen Kinder, die ihr Leben verloren hätten. Er sagte: „Es gibt ein Urteil Gottes und auch ein Urteil der Geschichte über unsere Taten, dem wir nicht entfliehen können.“ Die Anwendung von Gewalt führe nie zum Frieden. Er rief die Vereinten Nationen auf, alles auf der Basis von Dialogen daran zu setzen, den Frieden wieder herzustellen und das syrische Volk zu schützen.

Papst Franziskus führte aus, der einzige Weg zum Frieden bestehe in einer Kultur der Begegnung, einer Kultur des Dialogs. Aus diesem Grund rief er alle dazu auf, an einem Tag des Gebetes und des Fastens für den Frieden in Syrien teilzunehmen. Die Menschheit müsse Zeichen des Friedens sehen und Worte der Hoffnung und des Friedens hören.

Am Tag zuvor fand eine besondere Audienz in der Domus Sanctae Marthae statt. Eine kurze Notiz der Pressestelle des Vatikans berichtet, dass sich der Pontifex mit Staatssekretär Tarcisio Bertone, Kardinal Leonardo Sandri, Präfekt der Kongregation für die orientalische Kirche, Msgr.Dominique Mamberti, Sekretär der Staatsbeziehungen, Msgr. Peter B. Wells, Referent für allgemeine Angelegenheiten, Msgr. Antoine Camilleri, Untersekretär für Staatsangelegenheiten und Msgr. Alberto Ortega Martin, Vorsitzender des Sekretariats für Staatsangelegenheiten, getroffen habe. Bei dem Treffen wurde über die allgemeine Situation im mittleren Osten und insbesondere über die Situation in Syrien, sowie über mögliche Initiativen des Heiligen Stuhls diesbezüglich  gesprochen.