"Tage intensiven Hörens und Betens, des fröhlichen Feierns und der Begegnung"

Statement von Kardinal Meisner in der Abschluss-Pressekonferenz des Eucharistischen Kongresses

Köln, (DBK PM) | 416 klicks

Wir übernehmen die Worte von Kardinal Joachim Meisner in der Abschluss-Pressekonferenz des Eucharistischen Kongresses am 9. Juni 2013 in Köln.

***

Wir stehen staunend am Ende von fünf ereignisreichen Tagen. Das ist die Zeitspanne einer Arbeitswoche, aber ich weiß gar nicht, wo diese Zeit geblieben ist. Wir haben Tage intensiven Hörens und Betens, des fröhlichen Feierns und der Begegnung miteinander erlebt. Die Katechesen und Gottesdienste, die Foren und Glaubensgespräche, die Bühnen- und Kulturveranstaltungen bildeten ein wirkliches „Fest im Glauben“ in katholischer Weite.

Wir haben uns nicht in eine heile Welt zurückgezogen, sondern wir haben uns um die Mitte unseres Glaubens versammelt, damit unsere arme Welt heil werden kann. Wir sind dazu auch nicht aus eigener Initiative zusammengekommen, sondern Christus selbst war unser Gastgeber. „Wie den Jüngern von Emmaus deutet er uns die Schrift und bricht uns das Brot“, heißt es im Hochgebet. Und wie die Jünger von Emmaus ihn zum Bleiben und Mahlhalten einluden, schließlich aber selbst die Eingeladenen und Beschenkten sind, so haben auch wir uns in Köln um seinen Tisch versammelt, und gehen wieder als Beschenkte. Aber wie es die Jünger von Emmaus nach dieser Begegnung nicht mehr auf den Stühlen hielt, so sollen auch wir nun hinausgehen und den Menschen die Worte des Lebens verkünden: Der Herr ist wahrhaft auferstanden, er ist unter uns und mit uns. In Köln konnten wir es erleben.

„Herr, zu wem sollen wir gehen?“ So lautete das Leitwort des Eucharistischen Kongresses. Das Leitwort begleitet uns nun in unseren Alltag, und es wird uns zum Auftrag und zur Sendung: „Herr, wohin sollen wir gehen?“ – Zu denen, die uns anvertraut sind; zu denen, die unsere Solidarität brauchen; zu denen, die neu oder wieder auf das Evangelium warten. In den vergangenen Tagen haben wir uns um den eucharistischen Herrn versammelt, um auf ihn zu hören, auf ihn zu schauen und uns von ihm stärken zu lassen. In der Kraft dieser Speise, die Christus selbst ist, machen wir uns nun von Köln aus auf den Weg.

Für die Erfahrung der Gemeinschaft in diesen Tagen bin ich von Herzen dankbar. In diesen Dank schließe ich alle ein, die den Eucharistischen Kongress 2013 möglich gemacht haben, von den Organisatoren bis zu den selbstlosen freiwilligen Helfern, und auch die Stadt Köln als guten Gastgeber. Ihnen allen ein herzliches „Vergelt’s Gott!“

(Quelle: Der Text wurde der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz entnommen)