Tagesheilige am 9. März: Hl. Franziska von Rom

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Von Britta Dörre

ROM, 9. März 2012 (ZENIT.org). - Die heilige Francesca Romana (hl. Franziska von Rom) wurde 1384 in Rom geboren. Sie entstammte einer alten adeligen Familie, die in einem Palazzo in der heutigen Via dell'Anima im Zentrum Roms wohnte. In der in unmittelbarer Nähe befindlichen Kirche Sant'Agnese in Agone wurde Francesca getauft.

Schon im zarten Alter von zwölf Jahren arrangierte ihr Vater eine Ehe mit Lorenzo Ponziani. Lorenzo stammte aus einer reichen Händlerfamilie mit Wohnsitz in Trastevere, nahe bei Santa Cecilia in Trastevere.

Francesca Romana musste während der Besetzung Roms durch neapolitanische Truppen einige dunkle Momente überstehen. Ihr Mann wurde schwer verletzt und blieb gelähmt. Ihr einziges überlebendes Kind Battista wurde als Geisel genommen. Francesca brachte den Sohn, wie befohlen, auf den Campidoglio, nachdem sie zuvor sein Leben in die Hände der Madonna dell'Aracoeli gelegt hatte. Als die Soldaten versuchten, das Kind an sich zu nehmen und es auf ein Pferd zu setzen, scheute das Tier. Daraufhin ließen die Soldaten den kleinen Battista frei und gaben ihn der Mutter zurück.

Francesca Romana hatte bereits zu Beginn ihrer Ehe karitative Arbeit geleistet. Ihr Haus stand Armen und Kranken immer offen. Sie öffnete den Kornspeicher des Hauses für die Bedürftigen, verkaufte ihr Hab und Gut und gab den Erlös den Armen.

Besonders bekannt war sie für ihre medizinischen Fähigkeiten: Sie rührte eigene Salben und Pasten an und war insbesondere in der Heilung weiblicher Leiden und Beschwerden versiert.

Das Jahr 1425 brachte eine bedeutende Wende. Nach Jahren akzeptierte Lorenzo Ponziani, eine keusche Ehe zu führen. Francesca lebte mit ihrem Mann bis zu dessen Tode 1536 zusammen.

Seitdem berichtet ihr Biograph Ippolito über häufige Visionen Francescas und vertrauten Umgang mit ihrem Schutzengel. Am 15. August desselben Jahres gründete sie die Compagnia delle Oblate del Monastero Olivetano di Santa Maria Nova, deren Vorsteherin sie nach dem Tod ihres Mannes wurde. Seit 1433 lebt die Gemeinschaft in Tor de'Specchi, weshalb sie auch den Namen „Nobili Oblati di Tor de'Specchi“ trägt.

Francesca Romana starb am 9. März 1440 im Palazzo Ponziani. Francesca Romana gehört zu den römischen Frauen, die sich durch Nächstenliebe und Liebe zur Stadt Rom auszeichneten.