Tagung im Vatikan zum Thema Blindheit und Sehschwäche

Eine Initiative des Päpstlichen Rats für die Pastoral im Krankendienst

| 851 klicks

VATIKANSTADT, 27. April 2012 (ZENIT.org). - „Der Blinde sprach: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können“ (Mk 10,51). So lautet das Thema einer internationalen Studientagung, die vom 4. bis 5. Mai 2012 in der Sala San Pio X der Via della Conciliazione ein Rom stattfinden wird.

Die Konferenz, die vom Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst und der Stiftung „Il Buon Samaritano“ (Der Barmherzige Samariter) gemeinsam veranstaltet wird, vertieft die theologisch-pastoralen und die medizinisch-wissenschaftlichen Aspekte der Behandlung blinder und sehbehinderter  Menschen unter der Leitung ranghoher Persönlichkeiten, unter anderem: Seine Eminenz Kardinal Peter K. Appiah Turkson, Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, H.W. Prof. Waldemar Chrostowski, Professor für Biblische Exegese des Alten Testaments an der Universität Kard. Wyszyński von Warschau und der Universität Nicolaus Copernicus von Toruń in Polen, Prof. Don Giuseppe Morante, Dozent an der Päpstlichen Universität Salesiana in Rom, Dott. Silvio Paolo Mariotti, Verantwortlicher des Programms zur Prävention von Erblindung und Taubheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Dr. Abdulaziz Al Rajhi, Präsident des „Middle East Africa Council of Ophthalmology“ (Rat für Augenheilkunde des Nahen Ostens und Afrikas) in Saudi-Arabien, Dott. Mario Angi, Präsident der CBM Italia Onlus (eine Nichtregierungsorganisation mit dem Ziel, der Ausbreitung von Erblindung und sämtlicher Formen geistiger und körperlicher Behinderung in den ärmsten Ländern entgegenzuwirken) und Privatdozent an der medizinischen Fakultät an der Universität Padua, sowie Prof. Lea Hyvärinen, Dozentin für Neuropsychologie der Entwicklung an der Universität Helsinki in Finnland.

Ein weiterer Programmpunkt der Tagung „Der Blinde sprach: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können“ besteht in einer Präsentation  des Entstehungsprozesses, der Durchführung und der bisherigen Ergebnisse von Msgr. Roberto Brunelli, dem Leiter des Diözesanmuseums in Mantua. Dort wurde ein eigener Raum, der Wahrnehmungswelt blinder und sehbehinderter Menschen entsprechend, ausgestaltet. Während der Tagung werden zwei visuell und taktil erfahrbare Werke aus dem Museum in Mantua, ein Gemälde und ein Wandteppich in der Sala San Pio X ausgestellt sein.

[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]