Taizé-Jugendtreffen 2007/2008: Fortsetzung des „Pilgerwegs des Vertrauens“ in Genf

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GENF, 21. August, 2007 (ZENIT.org).- Vom 28. Dezember 2007 bis zum 1. Januar 2008 wird Genf Schauplatz des 30. Europäischen Jugendtreffens von Taizé sein. Zehntausende Jugendliche aus Europa und anderen Kontinenten werden zum Jahreswechsel in den Kirchengemeinden und Familien in Genf und Umgebung zu Gast sein.



Das Taizé-Treffen am Genfer See erfolgt auf gemeinsame Einladung der verschiedenen christlichen Kirchen und Konfessionen in der Schweiz. Das Hauptanliegen der Begegenung wird auf der entsprechenden Webseite wie folgt umschrieben: „Gemeinsame Gebete und Gespräche sollen dazu ermutigen, auf dieser Etappe des ‚Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde‘ Wege des Friedens und des Vertrauens zu suchen und sich im Alltag für andere einzusetzen.“

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH) verlieh in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung ihrer Freude über das erste Taizé-Treffen in der Schweiz Ausdruck. Damit gehe „ein lang gehegter Wunsch vieler Christinnen und Christen aus der Schweiz in Erfüllung“.

Pfarrer Ruedi Heinzer, Präsident der Arbeitsgemeinschaft, schreibt in einem Brief an Frère Alois, dem Prior von Taizé: „ Möge der Geist Christi viele Herzen entflammen und ein neuer Elan für das Gebet und für ein Leben im Vertrauen auf Gott schenken. Darum beten wir auch jetzt schon für Genève 2007 und für die Communauté de Taizé, die für Unzählige auch in der Schweiz zu einer beständigen Quelle der Inspiration und Ermutigung werden durfte.“

Beim letzten europäischen Taizé-Jugendtreffen in Zagreb nahmen rund 40.000 Menschen teil. Andere Austragungsorte der Jugendtreffen waren Lissabon, Hamburg und Mailand. Vom 10. bis zum 14. Oktober 2007 wird auch im bolivianischen Cochabamba ein Taizé-Treffen stattfinden.

Frère Roger gründete 1940 eine internationale ökumenische Communauté im französischen Taizé. Die Brüder teilen ein Leben lang materielle und spirituelle Güter, leben in Ehelosigkeit und führen einen schlichten Lebensstil. Heute gehören zur Communauté nahezu 100 Brüder aus über 25 Nationen. Sie kommen aus der katholischen Kirche und verschiedenen evangelischen Kirchengemeinschaften.

Seit Ende der 50er-Jahre pilgern immer mehr Jugendliche nach Taizé, um an den wöchentlichen Jugendtreffen mit Gebeten und Gesprächsgruppen teilzunehmen. Die Brüder von Taizé unternehmen auch Besuchsreisen und bereiten kleinere oder größere Jugendtreffen in Afrika, Süd- und Nordamerika, Asien und in Europa vor, die sich alle als Teil eines großen „Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde“ verstehen.