Tausende folgten in den Straßen von Dublin dem Allerheiligsten Sakrament

Tiefe Gebetsatmosphäre bei Prozession im Rahmen des Internationalen Eucharistischen Kongresses

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Von Ann Schneible

DUBLIN, 15. Juni 2012 (ZENIT.org).- Am Mittwoch, dem 13. Juni 2012, beteiligten sich 12.500 Pilger aus aller Welt an der Eucharistischen Prozession durch die Straßen von Dublin, dem Austragungsort des derzeit tagenden 50. Internationalen Eucharistischen Kongresses.

Ausgangspunkt der Prozession, die den Abschluss eines Tages im Zeichen von Workshops und Präsentationen zum Thema „Priesthood and Ministry in the Service of Communion“ (Priestertum und geistliches Amt im Dienst der Gemeinschaft) bildete, war die RDS [1] Arena. Dort wurde bisher an fast jedem Kongresstag die Heilige Messe gefeiert.

Das ausgesetzte Allerheiligste Sakrament unter einem Baldachin tragend, führte Kardinal Marc Ouellet, Präfekt der Bischofskongregation, den Pilgerzug an. In ehrfurchtsvollem Schweigen folgten ihm die Gläubigen durch den RDS-Komplex und auf den umliegenden Straßen.

Adam Gryc, ein ursprünglich aus Deutschland stammender Student an der „Emmanuel School of Mission“ in Rom, befindet sich derzeit als Missionar und freiwilliger Mitarbeiter beim Internationalen Eucharistischen Kongresses (IEC) in Dublin. Er brachte seine Enttäuschung über den relativ geringen Anteil junger Menschen unter den Teilnehmern zum Ausdruck, zeigte sich jedoch tief berührt von der Atmosphäre des Gebetes während der Prozession, die er erlebte.

Er beschrieb die Erfahrung folgendermaßen: „Am Beginn der Prozession war die Arena erfüllt von einer sehr feierlichen Stimmung. Auch während der Prozession hielt die Gebetsatmosphäre an. Das ermöglichte mir einen sehr guten Einstieg in mein persönliches Gebet.“

Er ergänzte: „Ich finde es auch sehr beeindruckend, hier verschiedenste Mitglieder des Ordenslebens vereint zu sehen.“

Nach der Prozession charakterisierte Sr. „Mother of Light“ (Mutter des Lichts) von der Kongregation der Dienerinnen des Herrn die Stimmung unter den Teilnehmern folgendermaßen: „Sie war von großer Feierlichkeit geprägt. In der Nähe des Allerheiligsten Sakramentes, wo ich mich befand, herrschte ein ganz besonderer Geist. Das Hinauf- und Hinabschreiten der Straßen Dublins war einzigartig. Die Menschen sangen und beteten“.

Sie fügte folgendes hinzu: „Ich musste stets an die wunderbaren Passagen aus der Heiligen Schrift über die Nachfolge des Königs denken und an die Jungfrauen, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht.“

[1] Royal Dublin Society

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]