Tausende von Menschen beim Fackelzug
Katholische Aktion gedenkt des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren
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von Junno Arocho
VATIKANSTADT, 15. Oktober 2012 (ZENIT.org). ‑ Am Abend des 11. Oktober begrüßte Papst Benedikt XVI. jene Tausende von Menschen auf dem Petersplatz, die an dem von der Katholischen Aktion Italiens anlässlich der Eröffnung des II. Vatikanums vor 50 Jahren initiierten Fackelzug teilgenommen hatten. Damals hatte eine ähnliche Prozession der Jugend Roms stattgefunden.
Der Heilige Vater sprach von seinen Erinnerungen an diese Prozession und an die „unvergessenen Worte des guten Papstes voller Poesie, voller Güte, des seligen Johannes XIII, der mit dem Herzen gesprochen hatte.“
Benedikt XVI. führte aus: „Wir waren glücklich und von Begeisterung erfüllt. Das große II. Vatikanum hatte begonnen, und wir blickten hoffnungsvoll und zuversichtlich dem Anbruch eines neuen Frühlings für die Kirche entgegen; eines neuen Pfingsten, in dem die Kraft der befreienden Gnade des Evangeliums sich auf neue Weise vergegenwärtigt.“
Nach einer vergleichenden Betrachtung der Freude bei dem Ereignis vor 50 Jahren und in der Kirche von heute resümierte der Papst, dass sie ebenso groß, aber „von größerer Demut erfüllt” sei. Benedikt XVI. zufolge hätten die Gläubigen in den vergangenen 50 Jahren das Bewusstsein erlangt, dass auf dem Feld des Herrn stets auch Unkraut wachse.
„Wir haben erkannt, dass auch menschliche Schwächen in der Kirche existieren, dass das Schiff der Kirche eine Fahrt gegen den Strom unternimmt und Stürmen ausgesetzt ist. Dies ließ manchmal folgenden Gedanken aufkommen: ‚Der Herr schläft, er hat uns vergessen‘ “, so der Papst.
Dem Heiligen Vater zufolge haben die Gläubigen dennoch die starke Präsenz Christi in der Kirche gespürt. Er betonte, dass es sich beim Feuer Christi um kein zerstörerisches, sondern vielmehr um ein „stilles Feuer“ handle; um eine Flamme des Guten und der Wahrheit, die Wärme und Licht spende.
Der Papst rief dann aus: „Ja, Christus lebt! Er ist auch jetzt unter uns, und wir haben Grund zur Freude, denn seine Güte hat kein Ende, ihre Kraft ist auch jetzt spürbar.“
Papst Benedikt XVI. beendete seine Ansprache mit den Worten des seligen Johannes XIII., die dieser vor 50 Jahren gesprochen hatte: „Geht nach Hause, gebt euren Kindern einen Kuss, und sagt ihnen, er ist vom Papst.“
[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]


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