Teamgeist, Fairness, friedliches Lösen von Konflikten und Selbstwertgefühl stärken

Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Armenvierteln Brasiliens mit Fußballprojekten

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 257 klicks

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH engagiert sich im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums gemeinsam mit dem Deutschen Fußballbund (DFB) und brasilianischen Partnern für Kinder und Jugendliche aus den Armenvierteln in Brasilien.

Der Fußball dient als Brücke, um den Kindern und Jugendlichen die Tür zu einer besseren Zukunft zu öffnen. „Mit Fußball können wir Jugendlichen Teamgeist, Fairness und das friedliche Lösen von Konflikten vermitteln und ihr Selbstwertgefühl stärken. Dafür bilden wir Fußballtrainer aus und haben ein spezielles Training entwickelt, das Fußball spielerisch mit Bildungsmaßnahmen verbindet“, wie Henning Schick, Projektleiter der GIZ, erklärt.

Ausgebildete Trainer werden während der Fußball-WM Trainingsstunden in Sportcamps an den Spielorten der deutschen Nationalmannschaft durchführen, an denen täglich rund 100 Kinder und Jugendliche teilnehmen werden. Das Projekt wird auch nach dem Abschluss der WM fortgeführt werden. Mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union konnten bis heute allein in Südafrika rund 60.000 Jugendliche, darunter rund 25.000 Mädchen, mit Sportprojekten gefördert werden.

Wie wichtig es ist, sich der Armen anzunehmen, betonte auch Papst Franziskus anlässlich des 29. Weltjugendtags 2014 in seiner Botschaft vom 6. Februar 2014: „Wir müssen uns um sie (die Armen Anm. d. R.) kümmern, ihre geistigen und materiellen Bedürfnisse einfühlsam wahrnehmen. ... Gegenüber alten und neuen Formen der Armut – Arbeitslosigkeit, Auswanderung, viele Abhängigkeiten verschiedener Art – haben wir die Pflicht, wachsam und informiert zu sein und die Versuchung zur Gleichgültigkeit zu überwinden. Denken wir auch an diejenigen, die sich nicht geliebt fühlen, die keine Zukunftshoffnung haben, die es aufgeben, sich im Leben zu engagieren, weil sie entmutigt, enttäuscht und verängstigt sind. Wir müssen lernen, den Armen nahe zu sein. Nehmen wir den Mund nicht voll mit schönen Worten über die Armen! Gehen wir auf sie zu, sehen wir ihnen in die Augen, hören wir ihnen zu! Die Armen sind für uns eine konkrete Gelegenheit, Christus selbst zu begegnen, seinen leidenden Leib zu berühren.

Doch – und dies ist der dritte Punkt – die Armen sind nicht nur Menschen, denen wir etwas geben können. Auch sie haben uns viel zu geben, viel zu lehren. Wir haben so viel von der Weisheit der Armen zu lernen! … Sie lehren uns, dass der Wert eines Menschen nicht nach seinem Besitz bemessen wird, danach, wie viel er auf seinem Bankkonto hat. Ein Armer, ein Mensch ohne materielle Güter, behält immer seine Würde. Die Armen können uns auch viel über die Demut und das Gottvertrauen lehren.“