Teresa Eustochio Verzeri (1801-1852)

Ordensgründerin und Heilige

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 260 klicks

Ignatia Verzeri wurde am 31. Juli 1801 in Bergamo geboren. Ihre Mutter erzog sie streng religiös und bestimmte sie zu einem gottgeweihten Leben. Sie trat 1818 in das Benediktinerkloster Santa Grata in ihrer Heimatstadt ein und nahm den Namen Teresa Eustochio an. In den folgenden Jahren sollte sie mehrfach das Kloster verlassen, weil sie nicht mit dem Führungsstil des Klosters einverstanden war. Zusammen mit dem Generalvikar der Diözese Bergamo, dem Kanoniker Giuseppe Benaglio, gründete sie schließlich am 8. Februar 1831 eine eigene Gemeinschaft, die „Congregazione delle Figlie del Sacro Cuore di Gesù“ (Töchter des Heiligen Herzens Jesu). Besonderes Anliegen des Ordens waren die Erziehung junger Menschen aus den unteren sozialen Schichten und die Betreuung von Waisen.

Teresa Eustochio Verzeri starb am 3. März 1852. Am 27. Oktober 1946 wurde sie seliggesprochen, am 10. Juni 2001 folgte ihre Heiligsprechung durch den heiligen Johannes Paul II.: „Teresa Eustochio Verzeri, die wir heute in der Herrlichkeit Gottes sehen, ließ sich in ihrem kurzen, aber intensiv gelebten Dasein fügsam vom Heiligen Geist leiten. Ihr offenbarte sich Gott als geheimnisvolle Gegenwart, vor der man sich in tiefer Demut verneigen muss. Ihre Freude war es, sich unter dem steten Schutz Gottes zu sehen; sie wusste sich in den Händen des himmlischen Vaters geborgen und lernte, immer auf ihn zu vertrauen. Teresa überließ sich dem Wirken des Geistes und machte so die besondere mystische Erfahrung der ‚Abwesenheit Gottes‘. Nur ein unerschütterlicher Glaube bewahrte sie davor, ihr Vertrauen auf diesen umsichtigen und barmherzigen Vater, der sie auf die Probe stellte, nicht zu verlieren: ‚Es ist recht‘ – so schrieb sie – ‚dass die Braut, nachdem sie dem Bräutigam in allen Prüfungen seines Lebens gefolgt ist, mit ihm nun auch Anteil an der schrecklichsten Prüfung hat‘ (vgl. „Libro dei doveri“, III, 130). Diese Lehre hinterlässt die heilige Teresa dem von ihr gegründeten Institut der ‚Töchter vom Heiligen Herzen Jesu‘. Diese Lehre hinterlässt sie uns allen. Auch inmitten der Widrigkeiten und der inneren und äußerlichen Leiden muss man den Glauben an Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist lebendig halten.“