Texte des 2. Vatikanischen Konzils

Schaden und Nutzen der Darstellung des Bösen in den Medien, Bildung der öffentlichen Meinung:

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ROM, 30. November 2012 (ZENIT.org). - Papst Benedikt XVI. hat anlässlich des Jahrs des Glaubens und des 50-jährigen Jubiläums der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils dazu aufgerufen, die Konzilstexte nochmals aufmerksam zu lesen. Wir dokumentieren als Beitrag zu diesem Wunsch des Heiligen Vaters jeweils thematisch ausgesuchte Texte in der offiziellen deutschen Version des Heiligen Stuhls.

Schaden und Nutzen der Darstellung des Bösen in den Medien, Bildung der öffentlichen Meinung:

Zum Dritten: Die Schilderung, Beschreibung oder Darstellung des sittlich Bösen kann gewiss auch mit den Sozialen Kommunikationsmitteln zur besseren Erkenntnis und Ergründung des Menschen beitragen. Sie kann die Erhabenheit des Wahren und Guten offenbaren und dabei besonders wirksame dramatische Effekte erzielen. Doch auch sie muss sich den ethischen Forderungen unterordnen, wenn sie nicht eher Schaden als Nutzen stiften will, vor allem bei Themen, deren Behandlung eine gewisse Zurückhaltung gebietet oder die im erbsündlich belasteten Menschen leicht niedrige Instinkte wecken. 

„Öffentliche Meinungen" üben heute einen bestimmenden und richtunggebenden Einfluss auf das private und öffentliche Leben der Menschen aller gesellschaftlichen Schichten aus. Darum müssen alle Glieder der Gesellschaft ihren Verpflichtungen zu Gerechtigkeit und Liebe auch in diesem Bereich nachkommen und mit Hilfe dieser Mittel ebenfalls zur Bildung und Verbreitung richtiger öffentlicher Meinungen beitragen.

[Dekret über die Sozialen Kommunikationsmittel „Inter mirifica“, Kap. I, 7,8]