The Flame - Aufflammen christlichen Selbstbewusstseins

Tausende jugendliche Teilnehmer in der Wembley Hall

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Von Diana Nefiodow

ROM, 2. April 2012 (ZENIT.org). - Aus ganz England waren am vergangenen Samstag etwa 8.500 begeisterte Jugendliche und junge Erwachsene angereist und strömten zu dem katholischen Event „The Flame Congress“ in die fast ausverkaufte Wembley Halle in London. Es waren verschiedenste Gruppen, sowohl karitative Vereine als auch neue geistliche Gemeinschaften, die einen ganzen Tag lang Vorträge, Interviews und Musik und Tanz, dargeboten auf der Bühne, miterleben konnten. Unter dem roten FAden der drei olympischen Tugenden Respekt, Freundschaft und Leistung diente alles der Ermutigung, als Katholik selbstbewusster zu werden, sich im Glauben und in seinem Leben zu vervollkommnen, das Beste zu geben und sich nicht mit Mittelmäßigkeit zufrieden zu geben.

Zu Gast auf der Bühne waren unter anderem einige Olympiasportler, die von den beiden Moderatoren Paschal Usche und David Wells über ihren Leistungssport und ihren Glauben an Gott befragt wurden. Paschal, der auch 2010 den Papst bei seinem Besuch in der Kathedrale in London als Vertreter der Jugendlichen begrüßt hatte, gelang es, die Begeisterung für Leistungssport, Olympia und den Glauben an Gott seiner Gästen auf die Zuschauer zu übertragen. Trotz der Vorfreude auf Olympia in London im Sommer dieses Jahres, gestanden alle Sportler ein, dass Gott ihnen dennoch wichtiger sei. Den eigenen Traum vom Leistungssport und Teilnahme an Olympia zu verfolgen stand für keinen von ihnen im Widerspruch zu ihrem Glauben.

Edwin Fawcett, der bereits einige CDs mit selbstkomponierter Lobpreismusik aufgenommen hat und in London dafür recht bekannt geworden ist, leitete die musikalische Begleitung des Tages und hatte sogar speziell für diese Veranstaltung eine Hymne komponiert.

Die christliche Theatergruppe RISE Theatre, die auch schon beim Papstbesuch 2010 im Hyde Park auftreten durfte, setzte sich gekonnt in Szene. Drei Schauspieler schilderten dem Publikum in Monologen  die Gedanken und Sorgen darüber, ein unbeachtetes Mitglied der Gesellschaft zu sein, sich mit anderen zu vergleichen und sich für minderwertig zu halten, und ermöglichten so Mitgefühl und Verständnis für diese Fragen.

Der Erzbischof von Westminster, Vincent Nichols, stand der Schlussandacht mit dem ausgesetzten Allerheiligsten vor und spendete den Segen.

Auch er rief dazu auf, sich nicht mit Mittelmäßigkeit zufrieden zu geben, sondern das Beste aus sich herauszuholen. Es stimme, dass man den Menschen so zu lieben habe, wie er sei, so der Erzbischof. Auch Gott liebe jeden so, so wie er sei. Aber das sei nur die halbe Wahrheit. Denn wenn man liebe, wünsche man auch das Beste für diesen Menschen, wünsche man, dass er erfolgreich sei, dass er sich entwickle, dass er nicht stehen bleibe, oder in eine Lethargie falle.

Schließlich rief er folgende Ermutigung in die Menge: „Vergleiche dich nicht mit den anderen; du bist nicht irgendwer, du bist nicht ein Unbekannter, einer, den man übersieht, den man nicht wahrnimmt. Fühl dich nicht allein!“