Thema Barmherzigkeit: Neue Katechesen-Reihe von Kardinal Schönborn ab 14. Oktober

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WIEN, 8. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Die drei jung verstorbenen Heiligen Sr. Faustyna, Therese von Lisieux und Katharina von Siena lassen den Glanz der Barmherzigkeit aufleuchten. Das betonte vor kurzem der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn.



Das Thema Barmherzigkeit – „ein Grundthema des Evangeliums, ein Schlüsselwort der Bergpredigt“ – steht im Mittelpunkt der neuen Katechesen-Reihe, die der Kardinal am kommenden Sonntag um 20.00 Uhr im Wiener Stephansdom eröffnen wird.

„Ich halte Sr. Faustyna für eine der ganz großen Heiligengestalten des 20. Jahrhunderts“, erklärte der Kardinal aus dem Dominikanerorden im Gespräch mit der Wiener Kirchenzeitung Der Sonntag. Als ganz einfache Ordensfrau habe sie „mit unglaublicher Kraft und Intensität das Geheimnis der göttlichen Barmherzigkeit gelebt und vermittelt“. Geistlich sei sie daher „sehr verwandt mit Therese von Lisieux und ganz nah der Katharina von Siena“; in Bezug auf das Thema Barmherzigkeit bildeten diese drei Heiligengestalten gewissermaßen ein „Dreigestirn“.

Mit ein Anlass für die neue Katechesen-Reihe ist der weltweit erste internationale Kongress über die göttliche Barmherzigkeit im April 2008 in Rom, bei dem Kardinal Schönborn den Vorsitz führt (vgl. Weltkongress).

Die Katechese – „die einfache Form der Glaubensunterweisung“ – gehöre zu den Grundaufgaben der Kirche, hob der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz im Interview hervor.

„Im Grund hat Jesus selber das große Vorbild gegeben, indem er den vielen Menschen, die ihm nachgefolgt sind, immer auch eine lange Zeit der Lehre gewidmet hat. Deshalb ist sie auch die Grundform der ersten Tätigkeit des Bischofs, denn nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat der Bischof primär drei Aufgaben: die Verkündigung, den Heiligungsdienst und den karitativen Dienst.“

Papst Benedikt XVI. unterstrich am 17. September zum Angelus, dass die Sendung Jesu und damit der Auftrag jedes Christen im Grunde darin besteht, Gott Vater– die barmherzige Liebe schlechthin – allen Menschen zugänglich zu machen.

„Wo Gott in den Herzen der Menschen wohnt, da können Frieden und soziale Gerechtigkeit wachsen. Wir wollen Werkzeuge der Liebe Gottes in unserer Welt sein.“