Thema Netzwerkbildung: Drittes Hearing der deutschen Bischofskonferenz zum Weltjugendtag 2005

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KÖLN, 9. Mai 2006 (ZENIT.org).- Die deutsche Bischofskonferenz hat sich während des dritten Hearings zum XX. Weltjugendtag in Köln-Wesseling schwerpunktmäßig mit den Erfahrungen bei der Bildung von Netzwerken auseinandergesetzt und Anregungen geliefert, wie etwa im Bereich der Jugendarbeit, aber auch darüber hinaus, in Zukunft Netzwerke aufgebaut, weiterentwickelt und gepflegt werden könnten.



Das Tagesseminar in der Tagungsstätte der Konrad-Adenauer-Stiftung in Eicholz verstand sich als Fortsetzung der vorangegangenen beiden Hearings, die sich im Geist des Weltjugendtages um eine Annäherung zwischen katholischen Verbänden, geistlichen Werken und den Geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen in Deutschland bemüht hatten.

Was ist aus den Früchten der Tage mit Benedikt XVI. in Köln 2005 geworden? Auf welchen spirituell-pastoralen und sozialen Feldern sind Früchte gewachsen? Das waren die Leitfragen, die Pfarrer Georg Austen den über 70 Vertretern aus Jugendämtern, Arbeitstellen der Bischofskonferenz und Gemeinschaften wie den Fokolaren, Totus Tuus, Jugend 2000, Regnum Christi, Alpha für Katholiken, Verbum Dei, der Schönstattbewegung und San'Egidio mit auf dem Weg gab.

Eine "Frucht" des XX. Weltjugendtags bestand mit Sicherheit in der Errichtung unterschiedlichster Netzwerke auf allen Ebenen, die zum Gelingen und zum Erfolg dieses kirchlichen Großereignisses maßgeblich beitrugen. In der Vorbereitung und Durchführung hatten sich die bestehenden Träger und Strukturen der Jugendarbeit in Deutschland bewährt, stellten die Veranstalter diesbezüglich fest.

Dr. Egon Enders, Professor für Sozialwissenschaften in Benediktbeuren, referierte über "Erfolgsbausteine von Netzwerken" und zeigte auf, wie Erfahrungen ausgewertet und Kontaktmöglichkeiten geschaffen werden könnten, damit sich die positiven Impulse des Weltjugendtages auch weiterhin auf die Jugendarbeit auswirkten und sich weiter ausbauen ließen. Bei Kooperationen, so der Referent, müsse man "den Mut und die Offenheit für Neues und 'Verrücktes' haben, gegenseitiges Vertrauen sowie den Wunsch, dass alle damit einen Gewinn machen". Für ebenso unverzichtbar hielt er eine "gemeinsame Kommunikation und die Bereitschaft zum Perspektivenwechsel", aber auch die "regelmäßige Kontaktpflege", denn nur so könne es zu fruchtbaren "Synergieeffekten" kommen.

Der Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Vorsitzender der Jugendkommission der deutschen Bischofskonferenz, entließ die Teilnehmer mit einem Ausblick für die Zeit "nach" dem XX. Weltjugendtag. Insgesamt, so der übereinstimmende Tenor aller Arbeitsgruppen, sei dieses Glaubensfest ein geistliches Ereignis gewesen, das weit über die kirchlichen Grenzen hinaus Wirkungen gezeigt habe und noch weiter zeige.