TheoCup 2008 in Benediktbeuern setzt ökumenischen Akzent

„Eigentlich sind alle Sieger geworden“

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BENEDIKTBEUREN, 24. Mai 2008 (ZENIT.org).- Der Sieger des TheoCup 2008 heißt Belgrad. In einem spannenden Finale, bei dem es intensiv, aber fair zur Sache ging, besiegte am vergangenen Sonntag die Mannschaft der Orthodoxen Theologischen Fakultät die „Cardinal Heartbreakers“ aus Köln mit 5:1. Die technisch und konditionell überlegenen Serben zeigten das ganze Turnier hindurch eine überzeugende Leistung und gelangten ohne Niederlage ins Endspiel. Die Plätze drei und vier belegten die Mannschaften aus Tübingen und Wien. Von den vier Benediktbeurer Teams kam „Benefica“ als bestes auf den siebten Platz.



Insgesamt 24 Mannschaften aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen und Serbien kämpften um den diesjährigen TheoCup. Die Vorrundenspiele wurden am Samstag, 17. Mai, im „Neuen Moorstadion“ vor der herrlichen Kulisse des Klosters Benediktbeuern und der Benediktenwand ausgetragen. Wegen Regenwetter verlagerte man die Finalrunde am Sonntag, 18. Mai, in die Sporthalle der örtlichen Volksschule.

Für eine großartige Stimmung sorgten die zahlreichen Fans, die ihre Mannschaften mit Schlachtrufen, Trommeln, Jagdhörnern und Trompeten anfeuerten. Zu einem Höhepunkt wurde die Siegesfeier im Anschluss an das Finale. Alle Teams versammelten sich auf dem Spielfeld, und während die einzelnen Plätze – vom letzten bis hin zum ersten – aufgerufen wurden, gab es lautstarken Applaus von den „Gegnern“. Es wurde deutlich, dass es beim TheoCup nicht allein um Leistung ging, sondern auch um Gemeinschaft und internationale Begegnung. „Eigentlich sind alle Sieger geworden“, so die Benediktbeurer Studentin Magdalena Beier (26).

Zum ersten Mal nahmen auch eine evangelische und eine orthodoxe Mannschaft am (ansonsten katholischen) Fußballturnier der Theologiestudierenden teil und sorgten so für einen ökumenischen Akzent. Neben den sportlichen Begegnungen spielten Gottesdienste eine wichtige Rolle: Am Samstag fand in der Benediktbeurer Basilika eine Maria-Hilf-Andacht mit anschließender Lichterprozession statt; am Sonntag zelebrierte Salesianerprovinzial Pater Josef Grünner hier die heilige Messe.

Torschützenkönig Branislav Kedzic (22) von der Siegermannschaft ist der Sohn eines verheirateten orthodoxen Priesters. Er und seine Kameraden möchten später entweder Priester oder Religionslehrer werden. Branislav fand die katholischen Gottesdienste schön und beeindruckend. „Es ist schade, dass es noch große Unterschiede zwischen Katholiken und Orthodoxen gibt. Aber wir sind eine neue Generation.“

Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone ließ den Hobby-Fußballern eine Grußbotschaft zukommen, in der er ihnen „die Liebe zur Eucharistie und die kindliche Verehrung der Gottesmutter Maria“ besonders ans Herz legt. Von diesen beiden „Säulen“ gestützt, könne man schließlich „am Sieg Christi Anteil haben, der nicht eine vergängliche Trophäe, sondern das ewige Leben für uns bereithält“.